23 Juni 2010 02:00
Neuneinhalb Stunden laufen, plaudern und – essen. Der Rennsteig Supermarathon war für Achim-Achilles-Leserin Conny ein riesengroßer Spaß.
Am Freitag reisten wir in Schmiedefeld an. In der Nacht gewitterte es über Stunden. Nach sehr wenig Schlaf hieß es für uns um 2:30 Uhr aufstehen. Eine Stunde später starteten die Busse nach Schmiedefeld. Um 5 Uhr waren wir dort, die Startunterlagen waren schnell abgeholt. Großes Gedränge, da es viele Nachmeldungen gab. Aber jeder konnte noch rechtzeitig auf die Strecke.
Rasch begegneten wir vielen Freunden. Auf dem Rennsteig trifft man immer wieder die selben Läufer. Auch der Veranstalter vom Albmarathon, Erich Wenzel, war wieder da. Jürgen Lange (Präsident vom Rennsteiglaufverein) gab um Punkt 6 Uhr den Startschuss und ging auch selbst gleich auf den "Langen Kanten".
Das Wetter war überraschend gut. Temperatur perfekt, kein Regen. Die Wege waren jedoch sehr schlammig und stark ausgewaschen. Viele stolperten, das eine oder andere Mal stürzte ein Läufer. Auch ich legte mich einmal lang.
Die Verpflegung war spitze, alle 5 km gab es Getränke (Wasser, Cola, Iso, Brause) alle 10 km Haferschleim, manchmal sogar mit Heidelbeeren. Außerdem Brot, Butterbrot, Schmalzbrot, manchmal Käse, Salami und Wurst. Äpfel, Zitronen, Salz, einmal Würstchen mit Senf oder Ketchup, ab ca. km 40 gab es Bier, Hell und Dunkel. Verschiedene Grillstellen waren auch aufgebaut, jedoch mußte man sich hier die Thüringer kaufen.
Auch Hunde mit Startnummer waren unterwegs. Immer wieder wurde man anmoderiert, angefeuert und es gab Musik. Auch einTrompetenspieler war vor Ort. In Brotterode wurden wir Frauen durchgezählt. Auch dieser Verpflegungsstand war supertoll. Die Querungen der Verkehrsstraßen liefen absolut reibungslos. Wir Läufer hatten immer Vorfahrt.
Das Schöne ist, dass Ultra-Laufen mit viel weniger Stress verbunden ist. Man unterhält sich gut, baut sich gegenseitig auf und hilft sich bei Frust, einem Sturz oder einfach so.
Nachdem ich den Grenzadler passiert hatte, war meine Freude ist groß. Mir ging es gut, 55 km waren geschafft. Jetzt konnt fast nichts mehr passieren. Immer wieder traf ich auf nette Rennsteigläufer. Zum Beispiel das Team Bittel oder die Truppe vom VFL Brandenburg. Wir alberten miteinander und passierten die letzte Getränkestelle. Jetzt waren es nur noch 4 km bis zum schönsten Ziel der Welt – Schmiedefeld. Nach 9:21:36 Stunden hatte ich es dann geschafft! Nur, wer jetzt einen Becher Bier trinkt, war wirklich auf dem Rennsteiglauf ...
Abends um 18 Uhr wurde das Zelt für die Läuferparty geöffnet. Die Stimmung war unbeschreiblich (siehe Video). Wer laufen kann, kann eben auch ... feiern. Es ist wirklich war, Schmiedefeld ist das schönste Ziel der Welt.
Gruß, Ultraschnecke Conny
Rendezvous mit dem Monster-Elch

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