17 Juni 2010 02:00
Treppenläufer Thomas Dold unterlag am Wochenende knapp im "Wetten, dass …?"-Duell gegen einen Hochhauskletterer. Im Achim-Achilles.de-Interview spricht der 24-Jährige über Konkurrenten und Fahrstuhlfahren.
Achim-Achilles.de: Herr Dold, wie war es bei "Wetten, dass ...?"
Thomas Dold: Es war unglaublich spektakulär wie bei jeder TV-Produktion. Nein, im Ernst, es waren einige Kameras und mehr Technik da, als bei anderen Shows. Aber sonst kochen die bei "Wetten, dass..?" auch nur mit Wasser.
Achim-Achilles.de: Sie haben gegen den Hochhauskletterer Rene Grabis knapp verloren. Schmerzt die Niederlage?
Dold: Niederlage? Das war keine Niederlage und deshalb schmerzt es auch nicht. Ich bin flott gelaufen und da kommt vermutlich auch keiner deutlich schneller hoch. In der Generalprobe war ich zwei Sekunden schneller als Rene.
Achim-Achilles.de: Welche Eigenschaften muss ein Treppenläufer haben?
Dold: Man braucht viel Kraft im Verhältnis zum Gewicht. Ich habe einen Oberschenkelumfang von 52 cm. Das hat mancher kenianische Spitzenläufer kaum um die Hüfte. Man muss Laktat wegstecken können und eine sehr gute Koordination haben.
Achim-Achilles.de: Sind Sie schon mal gestolpert?
Dold: Beim Empire State Building Run Up haben mich die Konkurrenten beim Start schon mal nach unten gezogen. Ich konnte mich noch ins Treppenhaus rein retten, aber den einen oder anderen legt es da schon mal hin.
Achim-Achilles.de: Nehmen Sie im Alltag auch mal den Fahrstuhl, oder rennen Sie lieber Treppen?
Dold: Wenn ich mit jemanden locker hochlaufen kann, dann nehme ich lieber die Treppe. Ab und zu laufe ich schnell, auch wenn ich eine Jeans anhabe. In Kaufhäusern ist es dagegen gar nicht so einfach die Treppe zu nehmen. Da kommt man meistens aus organisatorischen Gründen gar nicht erst ins Treppenhaus. Dann benutze ich eben die Rolltreppe.
Achim-Achilles.de: Im Lift fallen Ihnen bestimmt keine Gesprächsthemen ein.
Dold: Bei den Trainingseinheiten im Main-Tower in Frankfurt nehme ich den Fahrstuhl im 52. Stock, um wieder nach unten zu kommen. Da schauen mich die Leute schon mal verdutzt an, aber so kommt man auch schnell ins Gespräch.
Achim-Achilles.de: Wann haben Sie Ihren nächsten Wettkampf?
Dold: Am Sonntag (16. November) starte ich in Singapur beim Swissvertical Marathon. Es geht 73 Stockwerke nach oben. Das sind 1336 Stufen und 226 Höhenmeter.
Achim-Achilles.de: Wie schätzen Sie Ihre Gewinnchancen ein? Sie gehören doch zu den weltweit erfolgreichsten Ihrer Zunft.
Dold: Ich kenne das Gebäude nicht, denke aber, dass ich gute Chancen habe, vorne zu landen. Ich werde alles geben, über die Platzierung entscheiden aber die Gegner.
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