28 Juni 2010 02:00
Marino Vanhoenacker startet am Samstag beim Malaysia-Triathlon. Dort will sich der Belgier für den Ironman auf Hawaii qualifizieren. Bis dahin reizt er bei tropischem Klima die Grenzen seines Körpers aus. Achim-Achilles.de hat mit ihm gesprochen.
Achim-Achilles.de: Herr Vanhoenacker, Sie sind gerade auf Lankawi und bereiten sich auf den dortigen Malaysia-Ironman am Samstag vor. Wie ist das Wetter?
Marino Vanhoenacker: Es ist sehr heiß. Aber am heftigsten ist die hohe Luftfeuchtigkeit.
Achim-Achilles.de: Sind Sie an die extremen Klimaverhältnisse gewöhnt?
Vanhoenacker: Bis Anfang Februar war ich mit meinen Kollegen vom Commerzbank-Triathlon-Team auf Fuerteventura im Trainingscamp. Dort hatten wir viel Wind, Sonne und 25 Grad. Die Luftfeuchtigkeit lag nahezu bei null. Hier in Malaysia liegt die Luftfeuchtigkeit bei 95 Prozent und die Temperaturen liegen bei 35 bis 40 Grad.
Achim-Achilles.de: Wie beeinträchtigt das Ihr Training?
Vanhoenacker: Die Hitze ist kein Problem, aber die hohe Luftfeuchte macht mir schon zu schaffen. Dafür ist es auch eine gute Vorbereitung auf Hawaii. Das Klima dort ist ähnlich wie hier.
Achim-Achilles.de: Wie viel trainieren Sie?
Vanhoenacker: Normalerweise trainiere ich zwischen vier und neun Stunden täglich. Aber hier auf Malaysia deutlich weniger. Heute steht eine vierstündige Radrunde auf dem Trainingsplan. Das wichtigste ist, dass sich mein Körper an das Klima gewöhnt.
Achim-Achilles.de: Wie ernähren Sie sich?
Vanhoenacker: Dass Essen hier ist top. Während der Trainingseinheiten sind Getränke sehr wichtig. Vor allem muss die Menge stimmen. Außerdem achte ich darauf, dass ich genügend Salz, Mineralstoffe und Kohlenhydrate zu mir nehme.
Achim-Achilles.de: Wie viel trinken Sie während des Trainings?
Vanhoenacker: Bis zu elf Liter während des Fahrradtrainings und acht bis neun Liter beim Marathon.
Achim-Achilles.de: Das ist ganz schön viel.
Vanhoenacker: Ja, es ist sehr wichtig, dass man diese Volumina aufnehmen kann und dass die Flüssigkeit auch drin bleibt. Bis acht Liter geht das ohne Probleme. Danach wird es schwierig für den Magen. Ich werde das noch testen, damit ich auf Hawaii keine Probleme bekomme.
Achim-Achilles.de: Wie gestalten Sie Ihre trainingsfreie Zeit?
Vanhoenacker: Ich gucke die Olympischen Winterspiele oder trinken einen Kaffee in der Stadt.
Achim-Achilles.de: Ist Malaysia eher ein Test- als ein Trainingscamp für Sie?
Vanhoenacker: Ja, so kann man das sagen. Aber es geht ja auch um die vorzeitige Qualifikation für den Ironman auf Hawaii.
Achim-Achilles.de: Dafür müssen Sie den Wettkampf am Freitag gewinnen.
Vanhoenacker: Oder Zweiter werden, das reicht auch.
Achim-Achilles.de: Wie schätzen Sie Ihre Chancen ein?
Vanhoenacker: Es sind vier bis fünf Triathleten am Start, die das Rennen gewinnen können. Deshalb sehe ich meine Chancen für den Sieg bei 25 Prozent.
Zur Person: Marino Vanhoenacker (33) ist zweifacher belgischer Triathlon-Meister. 1997 hat er mit dem Triathlon angefangen und seitdem acht Ironman unter anderem in Österreich, Südarfika, Virgin Islands und Belgien gewonnen. 2006 belegte er in Hawaii den 6. Platz, ein Jahr später wurde er fünfter.
Weidlinger: "Liebe es, mich ins Eiswasser zu stellen"
Tobias Sauter: "Ich lebe meinen Traum"

|
Lauf-Stars |
|
Lauf-Stars |
Hinweis: Diese Website verwendet Facebook-Plugins – sind Sie bei Facebook eingeloggt, werden Daten an Facebook übertragen. Mehr Infos dazu gibt es hier.