21 Juni 2010 02:00
Von Grete Waitz bis Luke Kibet: Achim-Achilles.de stellt die Sieger der WM-Marathonläufe vor und erzählt, was aus ihnen geworden ist.
Nachdem sie sich bei der vorangegangenen Weltmeisterschaft noch knapp geschlagen geben musste, holte sich Maria Manuela Machado in Schweden Marathon-Gold. Zielzeit: 2:25:39 Stunden. Bei Olympischen Spielen kam die Portugiesin dagegen nie über Platz sieben hinaus.
Bei den Männern setzte sich Martín Fiz in 2:11:41 Stunden durch. Der Spanier hatte erst zwei Jahre zuvor auf der Marathon-Distanz debütiert.
Zwei Jahre später musste sich Fiz einem Landsmann geschlagen geben: Abel Antón war fünf Sekunden schneller und finishte die 42,195 km nach 2:13:16 Stunden. Antón war zuvor Europameister über 10.000 Meter gewesen. Nach einer schwachen Leistung bei Olympia 1996 stieg er aber auf die Marathon-Distanz um. Schon beim Debüt im selben Jahr in Berlin wurde er auf Anhieb Sieger.
Auch die Gewinnerin bei den Frauen, Hiromi Suzuki, hatte sich zunächst als 10.000-Meter-Läuferin einen Namen gemacht. Bei hohen Temperaturen gewann die Japanerin in Griechenland mit 2:29:48 Stunden knapp vor Titelverteidigerin Machado.
Auch bei der Weltmeisterschaft in Sevilla hieß der Sieger Abel Antón: 2:13:36 Stunden brauchte er für die klassische Distanz. Antón machte zwar seit seinem 13 Lebensjahr Lauftraining, doch der Durchbruch zum Top-Läufer gelang ihm erst mit über 30.
Der Wettkampf bei den Frauen wurde erst wenige Kilometer vor dem Ziel entschieden. Zwar hatte sich die Äthiopierin Fatuma Roba zunächst einen üppigen Vorsprung herausgelaufen, doch bei Temperaturen über 30 Grad schwanden ihre Kräfte. Nutznießerin war die Nordkoreanerin Jong Song-ok, die vor der WM als Nobody galt. Sie gewann in 2:26:59 Stunden.
Gezahegne Abera hat Marathon-Geschichte der besonderen Art geschrieben: Der Äthiopier ist der bisher einzige männlicher Läufer, der in dieser Disziplin Olympiasieger und Weltmeister wurde. Bei der WM in Kanada siegte er mit nur einer Sekunde Vorsprung, die Uhr stoppte bei 2:12:42 Stunden. Schlagzeilen machte Abera aber auch durch seine Hochzeit mit der Marathon-Achten des London-Marathons 2003, Elfenesh Alemu: 25.000 Gäste erlebten die Riesenparty mit. Die Schleppe an Alemus Kleid war angeblich 500 Meter lang – Weltrekord.
Mit dem Gewinn der Goldmedaille bei Frauen krönte Lidia Simon ihre lange, erfolgreiche Laufbahn als Marathonläuferin. Die Rumänin, die den Marathon schon mit 17 Jahren unter drei Stunden schaffte, lief in Edmonton 2:26:01 Stunden.
Helden des WM-Marathons (Teil 1)
Helden des WM-Marathons (Teil 3)

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