21 Juni 2010 02:00
Von Grete Waitz bis Luke Kibet: Achim-Achilles.de stellt die Sieger der WM-Marathonläufe vor und erzählt, was aus ihnen geworden ist.
Paris 2003
In Frankreich holte sich zum ersten Mal eine Afrikanerin den Marathon-Weltmeistertitel: Catherine Ndereba aus Kenia gewann das Rennen in 2:23:55 Stunden.
Im Stadion von St.-Denis begann auch der Stern von Jaouad Gharib zu erstrahlen. Der Marokkaner aus dem Atlasgebirge gewann den WM-Marathon in 2:08:31 Stunden. Gharib begann mit dem Wettkampfsport übrigens erst im Alter von 22 Jahren – nachdem er im Fernsehen die Übertragung des Marrakesch-Marathons gesehen hatte.
Gharib konnte in der Hauptstadt Finnlands seinen Titel verteidigen: In 2:10:10 Stunden gewann er vor Christopher Isegwe Njunguda aus Tansania.
Bei den Frauen kam es dagegen (vorerst) zu einer Wachablösung: Paula Radcliffe verwies Titelverteidigern Ndereba auf Platz zwei und gewann in 2:20:57 Stunden Gold. Schneller als die Britin war keine Frau bei einem WM-Marathon jemals zuvor.
In Japan reichte wiederum Catherine Ndereba eine zehn Minuten langsamere Zeit, um sich den WM-Titel zurückzuholen: In 2:30:37 Stunden gewann sie knapp vor der Chinesin Zhou Chunxiu. Ndereba begann als zwölfjährige Schülerin mit dem Laufen, nachdem ihre Schule Kugelschreiber und Hefte als Preis für ein Rennen ausgesetzt hatte.
Auch bei den Männern gewann ein Kenianer den WM-Marathon: Luke Kibet, ein früherer Hindernisläufer, siegte in 2:15:59 Stunden. Wenn man so will, belegte sogar Platz zwei ein Kenianer: Mubarak Hassan Shami, in Ostafrika geboren als Richard Yatich, startet jedoch für das Emirat Katar.
Helden des WM-Marathons (Teil 1)
Helden des WM-Marathons (Teil 2)

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