18 Dezember 2010 00:00
Schnee ist nicht gleich Schnee – das sollte nicht nur Eskimos wissen, sondern auch Läufer. Eine Runde durch den Tiefschnee etwa setzt im Winter einen ganz speziellen Trainingsreiz.
Eine interessante Trainingsmethode im Winter sind Tiefschneeläufe. Sie ermöglichen ein kombiniertes Training von Ausdauer, Kraft und Koordination. Die Wadenmuskulatur wird gekräftigt, da der Fuß nach festem Boden für den Abdruck sucht. Die Oberschenkelmuskulatur wird trainiert, da sie den Fuß durch die Schneedecke hochziehen muss. Automatisch wird der Fuß höher angehoben als beim Laufen ohne Schnee – fast wie bei einem Kniehebelauf.
Da aber die Kraftanstrengung und Belastung der Sehnen beim Laufen im Tiefschnee größer ist, sollte man keine kompletten Trainingseinheiten darin absolvieren. Besser ist es, einzelne Tiefschnee-Abschnitte von kurzer Dauer ins Training zu integrieren. Der Körper lernt bei solchen Trainingsvariationen – auch "Fahrtspiel" genannt – mit unterschiedlichen Belastungsintensitäten umzugehen.
Um unliebsame Überraschungen zu vermeiden, sollte man aber nur auf vertrauten und ebenen Strecken durch den Tiefschnee laufen. Unter der Schneedecke können sich nämlich Stolperfallen wie Wurzeln, Löcher oder andere Unebenheiten verbergen.
Wer vorhat, häufiger im Tiefschnee zu trainieren, sollte sich am besten Laufschuhe kaufen, die eine profilierte Sohle haben und einen hohen Schaft, der für Stabilität sorgt und Nässe abweist.

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