Achim Achilles empfiehlt:Keine Ausreden: Die besten Tipps, Tricks und Regeln für den sicheren Winterlauf. |
16 Juni 2010 02:00
Leichter, stabiler, weicher – die Hersteller von Laufschuhen liefern sich Materialschlachten um den vermeintlich besten Schuh. Doch welche Innovation aus der Weltraumforschung nutzt auch meinem Fuß?
Wer neue Laufschuhe kauft, sollte sich weniger von modischen Überzeugungen leiten lassen, sondern fragen: Passt der Schuh zu meiner Fußform und zu meinem Laufstil und Abrollverhalten? Die Hersteller bieten für jeden Fußtyp eine Vielzahl an Modellen an.
Am Verschleiß der alten, abgetragenen Schuhe kann ein guter Schuhverkäufer viel erkennen. Doch es lohnt sich, schon zu Hause herauszufinden, welche Stärken und Schwächen die eigenen Füße haben. Zum Beispiel, indem man sich nach dem Duschen den Fußabdruck auf den Badezimmerfliesen mal genauer anschaut und prüft: Welcher Fußtyp bin ich eigentlich?
So erkennt man ihn: Auf dem Fußabdruck sind Vor-, Mittel- und Rückenfußbereich zu erkennen, der Fuß bildet ein schlankes Gewölbe. Beim Laufen hat ein Normalfuß bei jedem Schritt zuerst mit der Außenkante Bodenkontakt. Beim Auftreten und Abrollen knickt der Fuß leicht nach innen ein, um das Körpergewicht abzufangen. Das nennt man Normalpronation oder natürliche Pronation.
Tipp für den Schuhkauf: Normalfüße finden bei jedem Schritt die Balance zwischen Aufpralldämpfung und Stabilität. Es empfehlen sich Schuhe mit eingearbeiteten Stabilitätselementen (so genannte Stabilschuhe) oder Neutrallaufschuhe, die vor allem auf Dämpfung ausgerichtet sind ("Cushion" oder ungestützte Schuhe genannt).
So erkennt man ihn: Senkfüße hinterlassen einen nahezu vollständigen Abdruck. Der Fuß kommt bei jedem Schritt zuerst mit der Innenseite auf und knickt beim Abrollen stark nach innen. Das wird als Überpronation bezeichnet und ist die am häufigsten vorkommende Fußstellung. Die Extremvariante des Senkfußes ist der Plattfuß.
Tipp für den Schuhkauf: Wer Senkfüße hat, ist verletzungsanfälliger, da die Überpronation Sehnen, Bänder und Muskulatur stark belastet. Der Fuß dämpft den Aufprall zwar ausreichend, hat aber Stabilitätsdefizite. Deshalb sollten Läufer mit Senkfüßen Schuhe mit speziellen Stabilitätsstützen auf der Innenseite kaufen (Pronationsstützen).
So erkennt man ihn: Hohlfüße sind stark gewölbt, weshalb der Mittelfuß nur einen sehr schmalen Abdruck macht. Bei Bodenkontakt kippt der Hohlfuß nach außen weg und fängt den Aufprall nur wenig ab. Diese Fußstellung nennt man Unterpronation oder Supination und kommt eher selten vor.
Tipp für den Schuhkauf: Hohlfüßler laufen zwar stabil, doch der geringe Aufprallschutz ist ein Risiko für die Gelenke. Die beste Wahl sind Schuhe mit guter Dämpfung und hoher Flexibilität.
11 Ratschläge für den Laufschuhkauf

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