Gipfeltreffen am Main: Beim diesjährigen Frankfurt-Marathon am Sonntag treffen alle Gewinner der Jahre 2005 bis 2010 aufeinander. Außerdem starten gleich mehrere deutsche Athleten mit Olympia-Hoffnungen. Die Fotostrecke zeigt die Stars bei Deutschlands ältestem Stadtmarathon.
Alle Fotos: BWM Frankfurt Marathon
Wilfred Kigen, Seriensieger der Jahre 2005 bis 2007, wird in der Mainmetropole mit 36 Jahren seinen wahrscheinlich letzten Marathonlauf absolvieren und sich noch einmal mit der Weltklasse messen.
Gilbert Kirwa aus Kenia siegte vor zwei Jahren in 2:06:14 Stunden. Damals war das eine Streckenrekord – der allerdings nur bis 2010 Gültigkeit hatte. Denn dann kam der große Auftritt von ...
... Wilson Kipsang. Der Kenianer siegte im Vorjahr in sehr schnellen 2:04:57 Stunden und pulverisierte Kirwas Streckenrekord.
Auch der Sieger des Jahres 2008 startet am Sonntag: Robert Kiprono Cheruiyot hatte das Traditionsrennen vor drei Jahren als Debütant gewonnen und sich damit für noch höhere Ziele empfohlen. Eines davon realisierte der mittlerweile 23-jährige Kenianer mit seinem Sieg beim Boston-Marathon 2010 in persönlicher Bestzeit von 2:05:52 Stunden.
Zum Favoritenkreis zählt auch Deriba Merga. Seinen persönlichen Rekord (2:06:38) ist der Äthiopier als Sechster des London-Marathons 2008 gelaufen.
Mit Agnes Kiprop aus Kenia kehrt am 30. Oktober eine frühere Frankfurt-Siegerin zurück in die Mainmetropole. Die 32-Jährige hatte im Jahr 2009 in 2:26:57 Stunden triumphiert, im Vorjahr wurde sie Dritte in persönlicher Bestzeit (2:24:07).
Sieganwärterin ist auch Fate Tola aus Äthiopien. Die 23-Jährige hatte im April den Wien-Marathon (2:26:21) gewonnen.
Mamitu Daska zählt gleichfalls zur Weltspitze, die Bestzeit der 27-jährigen Äthiopierin liegt bei 2:24:19 Stunden, gelaufen im Januar 2010 als Siegerin des Dubai-Marathons. In diesem Jahr gewann Daska bereits den Houston-Marathon (2:26:33).
Herausgefordert werden die schnellen Afrikanerinnen von europäischen Eliteläuferinnen. Unter anderen von der 32-maligen deutschen Meisterin
Sabrina Mockenhaupt (Bestzeit 2:26:21). "Mocki" konnte das Rennen bereits ein Mal gewinnen (2008). In diesem Jahr steht für die 30-Jährige im Vordergrund, die Olympianorm zu packen – die liegt bei den Frauen bei 2:30 Stunden.
Von Olympia träumt auch André Pollmächer. Der 28-Jährige gilt derzeit als Deutschlands größte Marathon-Hoffnung. In Frankfurt muss er mindestens 2:12 Stunden laufen, um sich für Olympia 2012 zu qualifizieren.
Noch ein Olympiakandidat? Beim Frankfurt-Marathon wird sich zeigen, wie stark der 33-jährige Jan Fitschen wirklich ist. Der ehemalige 10.000 Meter-Europameister (2006) litt bei seinem Marathondebüt im Mai (2:20:15) auch unter der extremen Hitze. Jetzt peilt er eine Zeit zwischen 2:14 und 2:15 Stunden an.
Österreich schickt seinen besten Langstreckenläufer nach Hessen: Günther Weidlinger, seines Zeichens österreichischer Staatsrekordhalter (2:10:47, aufgestellt beim Frankfurt-Marathon 2009).
Der größte Star des Frankfurt-Marathons wird aber der Mann sein, der erst vor wenigen Tagen einen spektakulären Weltrekord aufstellte: Fauja Singh ist der erste Mensch, der im zarten Alter von 100 Jahren einen Marathon lief. Der Londoner (rechts im Bild) wird im Rahmen des Frankfurt-Marathons am 29./30. Oktober als Mitglied einer Interreligiösen Staffel starten und am traditionellen Brezellauf teilnehmen.
Das hr-fernsehen übertragt den Frankfurt-Marathon am 30. Oktober live von 10 bis 14 Uhr, zudem wird auf hr-online.de ein Livestream angeboten, der weltweit abrufbar ist.