23 Juni 2010 02:00
Das neue Jahr ist paar Wochen alt, doch was ist aus all den guten Vorsätzen geworden? Oft leider nicht viel. Dabei ist es gar nicht schwer, seine Vorhaben umzusetzen – wie beim Laufen kommt es auf die richtige Technik an.
Ich habe für 2009 hinsichtlich meiner Laufaktivitäten ernsthafte Vorsätze gefasst
Ich hatte auch bereits 2008 derartige Vorsätze gefasst
Völlig überraschend sind wir schon im Februar gelandet. Der Jahreswechsel liegt Wochen zurück und ich werde mich wahrscheinlich jetzt sehr unbeliebt machen, wenn ich Sie an Ihre guten Vorsätze erinnere, die Sie damals für 2009 gemacht haben. Oder? Nun, einige schreiben mir, dass bei ihnen die Dinge in diesem Jahr doch einmal anders laufen. Sie haben die Tipps aus unserem Interview aufgegriffen und "den Weg der kleinen Schritte" gewählt. Aber ich bekomme auch Anfragen, die deutlich machen, dass wir an diesem Thema doch noch weiter dran bleiben sollten.
Wir haben diesen Beitrag mit ein paar kleinen Umfragen zum Thema gute Vorsätze gespickt. Das Ausfüllen dauert keine drei Minuten. In unseren nächsten Beiträgen werde ich dann konkreter auf die Ergebnisse eingehen.
Ich bin mit der Einhaltung meiner Vorsätze für 2008
Wann bin ich meinen Vorsätzen 2008 untreu geworden
Wenn ich Vorsätze nicht einhalte
Vorab zeige ich Ihnen heute aber schon einmal eine sofort funktionierende Technik, um jede Art von Vorsätzen einzuhalten. Sie passt auch sehr gut in den Februar hinein, denn die Versuchung ist groß, durch Ereignisse wie Winterurlaub, Fasching/Karneval, Valentinstag, Grippewelle, schlechtes Wetter den Schleier des winterlichen Vergessens über das senken zu lassen, was wir uns vorgenommen haben.
Die Technik besteht aus drei einfachen Schritten:
1. Sie nehmen sich zehn Minuten Zeit, organisieren sich etwas zum Schreiben und schalten Störungen aus. Dann erinnern Sie sich an Ihre Vorsätze und schreiben Sie noch einmal auf.
2. Sie geben sich kurz Rechenschaft, was Sie davon in Angriff genommen haben und was liegen geblieben ist. Dann entscheiden Sie sich, was Sie weiterverfolgen und was Sie vergessen wollen für den Rest des Jahres.
3. Sie überlegen sich nun für jeden der folgenden sieben Tage jeweils eine Aktion, die Ihnen dabei hilft, Ihre Vorsätze zu verwirklichen. Zunächst schreiben Sie sieben Ideen auf ein Blatt. Dann bilden Sie eine chronologische Reihenfolge. Anschließend übertragen Sie jeweils einen Punkt auf jeden der folgenden Tage in Ihren Organizer oder Kalender. Nur einen Punkt. Zum Beispiel Freund(in) XY anrufen wegen Laufpartnerschaft, oder Belohnung für Einhalten des Laufpensums einkaufen (siehe unsere Belohnungsliste), jemand finden, der auf die Kinder aufpasst usw.
Es sind oft Kleinigkeiten, die uns konkret daran hindern, unsere Laufabsichten zu verwirklichen. Etliche davon sind aber mit etwas Überlegen vorhersehbar. Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit, denkbare Hindernisse (= Ausreden!!!) zu erahnen und das Nötige zu veranlassen, damit Sie trotzdem laufen können.
Werten Sie in diesem Zeitraum – denn diese Technik setzen Sie eine Woche später genauso wieder ein – auch aus, wie die Woche zuvor gelaufen ist in Bezug auf Ihre Vorsätze. Das heißt, nachdem Sie die sieben Punkte eingetragen haben, reservieren Sie für die kommende Woche wieder zehn Minuten für diese Arbeit.
Es ist mir wichtig, 2009 meine Vorsätze einzuhalten
In den ersten sechs Wochen des neuen Jahres habe ich meine Vorsätze
Diese Technik heißt "mentale Vorbereitung". Wenn Sie diese beherrschen, können Sie sie für jede Art von Vorhaben einsetzen. Profis schätzen den Zeitraum für ein Vorhaben grob ab und nehmen sich dann etwa 15 Prozent der Zeit, die wahrscheinlich für das Projekt erforderlich ist, ausschließlich für diese mentale Vorbereitung. Das mag zunächst gewaltig erscheinen, aber Sie werden merken, es ist die Zeitinvestition mit der denkbar maximalen Rendite.
Wenn Sie zum Beispiel ein Fachbuch lesen wollen, dessen Lektüre ungefähr sechs Stunden benötigt, sollten Sie sich eine Stunde Zeit nehmen, sich darauf vorzubereiten: Um was geht es bei diesem Buch? Warum will/soll ich es lesen? Wie ist das Buch strukturiert (Inhaltsverzeichnis)? Wo steht das Neue? Was ist mir schon bekannt? Wie gründlich muss ich welche Teile lesen? Zu welchem Zweck? Welche Referenzquellen hat der Autor genutzt (Literaturverzeichnis), wie aktuell sind diese? Was weiß ich über den Autor? Was kann ich zusätzlich erfahren (Internet, Rezensionen)? An welchen Folgetagen kann ich wie viel Zeit jeweils zum Lesen freihalten? Usw. Mit einer derartigen Vorbereitung können Sie die Effektivität und die Effizienz des Leseaufwandes etwa um das Zehnfache erhöhen.
Sobald Sie Ihr Laufen mental vorbereiten, werden Sie
• regelmäßiger laufen
• motivierter laufen
• auf gesundere Art und Weise laufen
• ausdauernder laufen
• Ihre Leistungsfähigkeit kontinuierlich steigern
• nach Unterbrechungen von selbst wieder starten
• den Flow-Kanal nicht mehr verlassen.
Die guten Vorsätze werden 2009 umgesetzt!
In diesem Sinne herzlichst,
Ihr Flow Doc
Gerhard Huhn
Versuche nicht zu laufen - laufe!
Wie Läufer die Energie der Wörter nutzen

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