Achim Achilles empfiehlt:Keine Ausreden: Die besten Tipps, Tricks und Regeln für den sicheren Winterlauf. |
23 Juni 2010 02:00
Schon wieder das Training geschwänzt? Den Steigerungslauf auf morgen verschoben? Dann leiden Sie an Aufschieberitis. Der Flow Doc erklärt, wie man sie überwindet – oder wie sich mit ihr leben lässt.
Für die zuvor beschriebenen ersten beiden Formen des Aufschiebens gibt es folgende möglichen Schritte der Veränderung:
Bewusstheit – Verschaffen Sie sich Erkenntnisse und Wissen über die Entwicklung zum Aufschieben, über die wichtigsten Konflikte hinter dem Aufschieben, über Einstellungen, die das Aufschieben begünstigen und solchen, die ihm entgegenarbeiten. Werden Sie sich über die Muster bewusst und beobachten Sie selbstkritisch, was im jeweiligen Moment des Aufschiebens wichtiger war.
Wenn wir mit uns unzufrieden sind, versuchen wir oft, sofort eine Änderung zu bewirken. Besser ist es, erst einen mentalen Raum – fast ein Vakuum – zu schaffen. Also zum Beispiel erst mal eine halbe Stunde gemütlich spazieren, sich gemütlich hinsetzen oder hinlegen (allerdings nicht ins Bett zum Schlafen) und nichts anderes tun, als das Denken „abschalten“ und Zeit verstreichen lassen.
Tauchen dringende Dinge auf, notieren wir diese einfach auf einem Blatt – und kehren sofort wieder ins “Nichtstun und Nichtsdenken“ zurück. Sie werden merken, wie Sie sich den Ursachen Ihrer Aufschieberitis nähern. Wie mit einer Lupe werden Sie den Moment entdecken, in dem Sie nicht das taten, was Sie eigentlich tun wollten. Identifizieren Sie den Impuls, der stärker war. Wenn Sie das zwei, drei Mal machen, werden Sie den Impuls künftig rechtzeitig erwischen und ihm in freier Entscheidung nicht folgen.
Aktionen – Handlungen wie beispielsweise die, sich überprüfbare Ziele zu setzen, vernünftige Schritte zu planen und durchzuführen, mit denen Vorhaben erledigt werden, den Umgang mit der Zeit zu verbessern, Techniken anzuwenden, um die eigene Impulsivität und Emotionalität zu kontrollieren und sich selbst zu belohnen. Treten Sie in Aktion.
Sich selbst Feedback geben – Bilanzieren Sie die eigenen Fortschritte und die erreichten Veränderungen, indem Sie ein Veränderungslogbuch führen, oder sich regelmäßig mit einem Verbündeten oder einem Coach austauschen. Sammeln Sie Ideen, Impulse und kreative Einfälle während Sie das Aufschieben überwinden.
Mögliche (Re-)Aktionen sind:
Leave it!
Geben Sie Ihre Vorhaben auf und tyrannisieren Sie sich nicht weiter.
Love it!
Schieben Sie weiter auf und lernen Sie, Leid und Selbstverachtung einzugrenzen und Freude am Spiel mit dem Feuer zu empfinden.
Change it!
Tun Sie es! Setzen Sie sich realistische Ziele, die kleinschrittig aufgeteilt sind und starten Sie HEUTE!
Doch wenn Sie noch gründlicher an das Thema heran wollen: Es gibt offensichtlich immer (mindestens) einen Grund, gewisse Vorhaben aufzuschieben. Den Grund oder die Gründe wollen jedoch viele Menschen gar nicht wissen. Gehören auch Sie zu diesen Menschen oder wollen Sie den Blick hinter den Vorhang wagen?
Hier finden Sie einen Fragebogen, mit dem Sie Ihren Motiven des Aufschiebens auf den Grund gehen können.
Wenn Sie diesen Fragebogen in aller Ruhe für sich beantwortet haben, können Sie sich die Fragen stellen: Leave it? Love it? Change it?
Viel Erfolg beim Angehen Ihrer Vorhaben wünscht Ihnen
Ihr Flow-Doc Gerhard Huhn
Welcher Aufschiebe-Typ sind Sie?
Wie wichtig es ist, zu starten

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