23. Juni 2010
Läufer kennen sie, Läufer fürchten sie: die Aufschieberits. Doch was tun, wenn man einfach nicht in die Gänge kommt? Der Motivationsexperte verrät einen simplen Kniff.
In hunderten von Gesprächen ist mir eine Hauptursache für das Aufschieben aufgefallen: Die Menschen versuchen, „die Melone ganz zu essen“. Sie nehmen sich zuviel auf einmal vor.
Die Lösung klingt fast zu simpel aber nach meiner Schätzung können Sie 80 Prozent der Probleme, die sich unter dem Dachbegriff Aufschieberitis sammeln, ganz einfach aus der Welt schaffen: Verkosten Sie das, was wichtig ist in Ihrem Leben in kleinen Scheiben! Kein Mensch käme auf die Idee, in eine Melone einfach hinein zu beißen. Wir schneiden Sie in kleine Scheiben oder Stückchen bevor wir Sie verzehren. Nehmen Sie sich bei Ihrem Laufprojekt nicht zuviel auf einmal vor! Und nehmen Sie sich Zeit für das Zerschneiden in kleine Portionen.
Eine Faustregel im Management lautet, dass Sie etwa 15 Prozent der Gesamtzeit, die Sie für ein Projekt kalkulieren, für Vorbereitung und Feedback (Erfolgskontrolle) einrechnen müssen. Eine Stunde Laufen erfordert also etwa zehn Minuten mentale Arbeit. Die Inhalte dieser mentalen Arbeit beschreibe ich ja in intensiver Form auf dieser Webseite. Das will ich an dieser Stelle nicht vertiefen. Aber eine Faustregel zum Schluss:
Wenn Sie merken, dass Sie nicht in die Gänge kommen, dann war der Schritt zu groß, mit dem Sie starten wollten. Denken Sie sich einen kleineren Starter aus. Und wenn das nicht hilft, noch einen kleineren Starter, gegebenenfalls einen noch kleineren (heute erst mal die Sportschuhe bereit stellen, oder nichts anderes machen als die Strecke auswählen oder einen Freund anrufen und ihm erzählen, dass Sie ab sofort laufen werden usw.).
Wichtig ist jedoch, dass Sie starten – unerheblich, wie klein der erste Schritt ist – Hauptsache Sie machen einen ersten SCHRITT!
Ihr
Gerhard Huhn
Aufschieberitis – So wird man sie los
