01 Juni 2008 02:00
Wer lang laufen will, sollte Kaffee trinken, allerdings erst hinterher. Das behaupten australische Wissenschaftler. Nachteil: Manche Läufer schlafen dann schlechter.
Australische Wissenschaftler von der Royal Melbourne Institute of Technology in Bundoora haben den Nutzwert des Koffeins von der Romantik des Kaffeekränzchens befreit. Die Forscher bewiesen, dass Koffein die Bildung von Glykogen im Blut ankurbelt. Das Glykogen ist für den Läufer von großer Bedeutung: Es sorgt dafür, dass dem Körper schnell Zucker bereitsteht. Um Glykogen zu produzieren, benötigt der Körper Kohlenhydrate.
In dem Experiment verausgabten sich die Teilnehmer auf einem Trainingsrad bis zur Erschöpfung. Hinterher bekamen die Sportler ein Getränk mit Kohlenhydraten vorgesetzt. Einigen Getränken wurde außerdem eine hohe Konzentration Koffein beigemischt, etwa soviel wie in sechs Tassen starkem Kaffee enthalten ist.
Nach vier Stunden die ersten Ergebnisse: Bei den Probanden mit Koffeinbehandlung tummelte sich deutlich mehr Glykogen im Blut als bei ihren entkoffeinierten Mitstreitern. Glykogen bildete sich in den Muskeln bis zu 66 Prozent schneller. Die Gruppe mit der Koffeinbehandlung wies außerdem einen höheren Blutzucker- und Insulinspiegel auf. Dafür klagten sie über Schlafstörungen.
Forscher: Koffein macht Läufern Beine
Koffein lindert Schmerzen beim Sport
Einmal Doping, jahrelange Wirkung

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