05 Juni 2011 20:33
Auch wenn viele Langstreckenläufer häufig über Kniebeschwerden klagen - Marathonlaufen allein schädigt die Knie nicht. Allerdings sollten Läufer eins beachten: Die Gelenke brauchen Zeit zur Regeneration.
Die Menschen muten ihren Gelenken so einiges zu. Besonders die Marathonläufer malträtieren sie geradezu. Laut der Deutschen Röntgengesellschaft müssen die Knie eines 75 Kilo schweren Läufers bei einem Marathon eine Belastung von mehr als 6000 Tonnen aushalten. Zum Vergleich: Die Stahlkonstruktion des Eiffelturms in Paris wiegt 7300 Tonnen.
Doch entgegen der weitverbreitenden Meinung schadet das ausdauernde Laufen den Menisken, Knorpeln und Knochen nicht. Das behauptet zumindest Privatdozent Dr. Wolfgang Krampla aus Wien. Er hat mittels Magnetresonanztomografie (MRT) aktive Marathonläufer untersucht – und herausgefunden: Auch nach zehn Jahren und einer Laufleistung von rund 40.000 Kilometern wiesen die Kniegelenke keinerlei neuen Abnutzungserscheinungen auf.
Der Körper passe sich der verstärkten Belastung an, sagt Krampla – allerdings gebe es dabei eine Grenze: Bei einem Trainingspensum von maximal 80 Kilometer pro Woche steigere der Läufer seine Kondiion und stärke Muskeln, Gelenke und Knochen. Bei mehr als ca. 100 Kilometer pro Woche aber wird es problematisch. Da riskiere der Läuer gravierende Überlastungsschäden oder Arthrose, weil die Regeneration fehlt.

Hinweis: Diese Website verwendet Facebook-Plugins – sind Sie bei Facebook eingeloggt, werden Daten an Facebook übertragen. Mehr Infos dazu gibt es hier.