21 Juni 2010 02:00
Dass Sport schlank und gesund hält, ist ein alter Hut. Jetzt haben aber deutsche Forscher herausgefunden, dass regelmäßige Bewegung auch das Erbgut vor altersbedingtem Verfall schützt.
Mediziner vom Universitätsklinikum des Saarlands haben untersucht, wie sich Ausdauersport auf die so genannten Telomere auswirkt, die unser Erbgut schützen. Die Forscher verglichen dazu Mäuse, die sich auf einem Laufrad austobten, mit Artgenossen, die in Käfigen ohne Laufrad lebten. Ergebnis: Bei den aktiven Mäusen fanden sie mehr Telomerproteine in den Blutgefäßwänden und weißen Blutkörperchen als bei den passiven.
Die Bedeutung von sportlicher Aktivität für den Schutz des Erbguts bestätigten Test an Sportlern, zum Beispiel Mitgliedern der deutschen Leichtathletik-Nationalmannschaft. Die Wissenschaftler stellten bei den Sportlern eine höhere Telomerase-Aktivität und mehr Telomerproteine fest als bei gesunden, sportabstinenten Nichtrauchern; das bedeutet auch eine größere Robustheit des Herz-Kreislaufsystems gegenüber Stress.
Die Mediziner schreiben im Fachmagazin "Circulation", dass ihre Studie die alterungsbremsende Wirkung von Sport beweise. Außerdem werde das Potenzial von Sport als Schutz vor Alterskrankheiten unterstrichen.
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