01 Juli 2010 02:00
Eine neue Studie zeigt, dass junge Erwachsene alles andere als fit sind. Vor allem der Anteil übergewichtiger Männer ist hoch. Junge Frauen sind zwar seltener moppelig, aber größere Sportmuffel. Und: Bildung hält schlank.
Deutschlands junge Männer haben zu viel Fett auf den Hüften – und jedes Jahr nehmen sie ein Kilo zu. Das schreiben Wissenschaftler der Deutschen Sporthochschule Köln in ihrer aktuellen Studie "Fit fürs Leben". Für ihre Forschung hatten sie mehr als 12.500 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 16 und 25 Jahren untersucht.
Mehr als ein Drittel der unter 25-Jährigen ist übergewichtig. Bei den 25-jährigen Männern ist sogar jeder zweite zu dick. Mit jedem Jahr nimmt das Risiko für Übergewicht zu, so die Forscher: "Insbesondere bei 20- bis 25-Jährigen verstärken sich gesundheitlich ungünstige Merkmale deutlich."
Zwar ist nur ein Viertel der 16- bis 25-jährigen Frauen übergewichtig, Frauen bevorzugten jedoch häufiger einen "inaktiven Lebensstil", so die Wissenschaftler. 19 Prozent der 25-jährigen Frauen sind in einem Sportverein, bei den gleichaltrigen Männern sind es 30 Prozent. Insgesamt zeigt die Untersuchung, dass ein Viertel der Heranwachsenden und jungen Erwachsenen "nie" beziehungsweise "selten" Sport treibt. Auf die Frage „Glauben Sie, dass Sie sich ausreichend bewegen?“ antworteten 32 Prozent der Studienteilnehmer mit "nein".
Einfluss auf die Fitness hat auch die Schulbildung. Das Risiko für das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist mit abnehmenden Bildungsniveau deutlich größer: Im Vergleich zu Abiturienten/ Gymnasiasten ist das Risiko der Realschüler um den Faktor 3,2 erhöht. Bei den Hauptschülern ist es sogar mehr als fünfmal so hoch.
Interessierte lesen die Studie ausführlich im Deutschen Ärzteblatt.
Treppenhaus statt Fitness-Studio

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