01 Juli 2010 02:00
Läufer, die auf Rekorde aus sind, sollten sich beeilen: Forscher haben herausgefunden, warum sich unsere Bewegungen verlangsamen – und zwar früher als man glauben mag.
Mit zunehmenden Alter wird der Bewegungsablauf langsamer und die Reaktionsgeschwindigkeit sinkt. Der Grund: Im Lauf des Älterwerdens nimmt die Isolierung der Nerven im Gehirn ab, die für eine schnelle Reizweiterleitung sorgen. Das haben Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in Los Angeles herausgefunden.
Bis etwa zum Alter von 40 repariert unser Körper Schädigungen an den Nervenhüllen. Je älter wir jedoch werden, desto dünner wird die Isolationsschicht, die so genannte Myelinscheide. Dadurch verschlechtern sich die Leistungen, die von den betroffenen Nerven abhängen: Bewegung, Wahrnehmung und Denken.
Die Forscher hatten 72 gesunde Männer zwischen 23 und 80 Jahren untersucht. Bei den meisten Versuchspersonen ab 39 Jahren stellten sie fest, dass die Myelinscheide dünner wurde und die Reaktionsgeschwindigkeit abnahm. Ältere Menschen bewegen sich daher langsamer, auch wenn sie noch nicht unter Gelenkschmerzen oder Arthritis leiden, so die Forscher.

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