18 Juni 2010 02:00
Es ist der feuchte Traum aller von der Natur benachteiligten Läufer: Per Genmanipulation zum Marathon-Champion. Bei Mäusen ist das deutschen Forschern nun erstmals gelungen – mit erstaunlichen Ergebnissen.
Ein einzelnes Gen ist bei Mäusen offenbar dafür verantwortlich, ob sie begabte Langstreckenläufer sind. Das berichten die Mediziner und Molekularbiologen vom Universitätsklinikum Heidelberg in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins „Journal of Clinical Investigation“. Die Forscher haben ein Gen ausgeschaltet und dadurch erreicht, dass die Tiere besonders viele Muskelfasern haben, die sie langsam, aber ausdauernd laufen lassen. Im Laufrad schaffen sie eine längere Strecke und halten länger durch.
Die selben Forscher, Norbert Frey und Kollegen, hatten vor einigen Jahren das Protein Calsarcin 2 entdeckt, das bei Mäusen für schnelle Erschöpfung verantwortlich ist. Ohne dieses Protein schafften die Mäuse statt 4,5 km am Tag und 20 m pro Minute 7,5 km bei 25 m pro Minute.
Französische Forscher erreichten unterdessen, dass Mäuse trotz fettreicher Kost nicht zunehmen. Die Substanz SRT1720 täuscht einen Nahrungsmangel vor, so dass der Körper den Stoffwechsel ankurbelt, ohne tatsächlich zuzunehmen.
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