01 Juli 2010 02:00
Vorsicht vorm Griff in die Chipstüte! Fettige Kalorienbomben ruinieren nicht nur die Läuferfigur, sondern machen sogar abhängig – zumindest gilt das für Ratten, wie amerikanische Forscher schreiben.
Junk-Food trägt seinen Namen vollkommen zurecht: Burger, Pommes und Sahnetorten machen so süchtig wie harte Drogen. Wissenschaftler vom Scripps Research Institute stellten in einer Studie fest, dass Ratten so stark nach fettigem Essen gierten, dass sie dafür sogar Elektroschocks in Kauf nahmen. Wie die Forscher im Fachmagazin Nature Neuroscience schreiben, folge der Drang nach Fett den gleichen Hirnprozessen wie eine Heroinsucht.
In der Studie wurden die Nagetiere in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe bekam 40 Tage lang normale Kost, die andere extrem fettiges Futter – Würstchen, Speck, Torte, Eiscreme. Ergebnis: Die Ratten aus der Fastfood-Gruppe verloren vollständig die Kontrolle über ihr Fressverhalten. Außerdem verweigerten sie die Nahrung, als ihnen das fettige Essen durch Salat und Gemüse ersetzt wurde.
Der Versuch bestätigt, dass beim Essen das Belohnungssystem des Hirns beteiligt ist: Wohlgeschmack beeinflusst einen Dopaminrezeptor, der an Sensibilität verlieren kann, wenn die Reize überhand nehmen.
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