01 Juli 2010 02:00
In ganz Deutschland gibt es zu viele dicke Menschen. Doch in einem der neuen Bundesländern schlägt die Waage besonders heftig aus. Das zeigt eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung.
Übergewicht ist in Deutschland regional unterschiedlich verteilt. Das hat eine neue bundesweite Studie unter 36.000 Patienten in 1500 Hausarztpraxen ergeben. Deutschlands Problemzone ist Sachsen-Anhalt: 42,1 Prozent der Studienteilnehmer aus dem ostdeutschen Bundesland sind zu dick. Im Bundesschnitt sind es 36,5 Prozent.
Auch beim Anteil der Fettleibigen führt Sachsen-Anhalt: 28,3 Prozent der Probanden haben einen Body-Mass-Index (BMI) von mehr als 30. Bundesweit liegt der Durchschnitt bei 22,8 Prozent.
Am schlanksten sind dagegen die Norddeutschen: Hamburg hat mit 30,5 Prozent den geringsten Anteil Dicker, Bremen mit 19,8 Prozent die wenigsten Fettleibigen.
Als Fettleibigkeit (Adipositas) wird eine übermäßige Ansammlung von Fettgewebe im Körper bezeichnet. Als Übergewicht (Präadipositas) wird ein hohes Körpergewicht in Relation zur Körpergröße bezeichnet. Die Wissenschaftler stuften bei Männern einen Taillenumfang von mehr als 102 cm als deutlich erhöht ein, bei Frauen bei mehr als 88 cm.
Die Untersuchung ergab auch, dass Männer häufiger einen erhöhten BMI haben als Frauen.
Interessierte können Details der Untersuchung im Deutschen Ärzteblatt nachlesen.
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