30 November 1999 02:00
Usain Bolt hat in Berlin einen neuen Fabelweltrekord aufgestellt. Damit setzte der Jamaikaner in der Praxis das um, was Wissenschaftler zuvor in der Theorie errechnet hatten.
Wie schnell kann ein Sprinter die 100 Meter laufen? Dieser Frage waren niederländische Wissenschaftler schon vor der Weltmeisterschaft nachgegangen. Ergebnis: Usain Bolt, den schnellsten Mann der Welt, trennte nach seinem Wahnsinns-Rennen in Peking 2008 nicht mehr viel vom ultimativen Rekord. 9,69 Sekunden brauchte Usain Bolt damals bei Olympia für die 100 Meter.
Jetzt hat der Ausnahme-Athlet seinen Rekord auf atemberaubende 9,58 Sekunden verbessert. Das ist nahezu der Wert, den die Mathematiker von der Universität Tilburg als bestmögliches Ergebnis für die Königsdisziplin errechnet hatten: Um 0,2 Sekunden, so hatten es die Forscher prognostiziert, könne der Rekord verbessert werden.
Auch bei den Frauen sei der aktuelle Weltrekord (10,49 Sekunden, Florence Griffith-Joyner) noch auf 10,33 Sekunden ausbaufähig. Ob in Berlin eine der Top-Sprinterinnen tatsächlich den Rekord toppen kann? Am Montagabend, kurz nach halb zehn, wissen wir mehr .
Die niederländischen Mathematiker hatten die Zeiten von 762 Läufern und 492 Läuferinnen im Zeitraum Januar 1991 bis Juni 2008 statistisch analysiert – ältere Zeiten wurden wegen der damals zu laschen Doping-Kontrollen ignoriert. Die Zeiten der Männer lagen zwischen 9,72 und 10,3 Sekunden, die der Frauen zwischen 10,65 und 11,38.
Forscher: Koffein macht Läufern Beine

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