17. Juni 2010
Wenn Läufer trainieren, tun sie das meistens in der Hoffnung, ihre Ausdauer zu steigern. Bei jedem fünften Läufer soll das aber gar nicht möglich sein. Dafür ist unser Erbgut verantwortlich, wie Forscher herausgefunden haben.
Ein internationales Forscherteam hat herausgefunden, dass unsere Gene darüber entscheiden ob sich unsere Ausdauer beim Sport verbessert oder nicht. Das "Unfit-Gen" lässt sich mit einem speziellen Bluttest nachweisen, berichtet die britische Zeitung Daily Mail.
Forscher aus 14 verschiedenen Instituten haben 600 Menschen befragt, wie sich regelmäßiges Training auf ihre Fitness auswirkt. Um das festzustellen, haben die Wissenschaftler überprüft, wie viel Sauerstoff die Testpersonen während des Sports verbrauchen. Dabei haben sie 30 Gene entdeckt, die bei der Sauerstoffaufnahme eine wichtige Rolle spielen. Elf dieser Gene bestimmen, ob sich unsere Kondition durch Laufen, Fahrrad fahren oder einen anderen Ausdauersport verbessert.
Bei der Untersuchung kam heraus, dass bei 20 Prozent der Probanden eine Genkombination die Sauerstoffaufnahme erschwert, obwohl sie regelmäßig Ausdauersport betreiben. Wissenschaftler James Timmon: "Die Veränderung der Grundfitness war so klein, dass man sie kaum sehen konnte."
Bei den Testpersonen ohne das "Unfit-Gen", stellten die Forscher eine Steigerung der Kondition fest. Bei zehn Prozent der Studienteilnehmer haben die Forscher bereits nach sehr kurzen Trainingseinheiten eine Verbesserung der Ausdauer gemessen.
Der Unfit-Bluttest soll in einem Jahr auf den Markt kommen, sagen die Erfinder des Test, die das Verfahren bereits patentiert haben. Sie gehen davon aus, dass Menschen mit dem Unfit-Gen über eine andere Ernährungsweise bessere Trainingsleistungen erzielen.
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