30 November 1999 02:00
Warum ist beim Laufen der Rücken so wichtig? Wie funktioniert Body-Building? Und wieso stimmt das Klischee vom "starken Geschlecht"? Alles, was Sie über Muskeln wissen müssen.
1. Gesunde Menschen haben 656 Muskeln. Beim Mann machen sie rund 40 Prozent der Gesamtkörpermasse aus, bei der Frau rund 23 Prozent – was allerdings vom Lebensstil abhängt.
2. Muskel-Superlative: Der kleinste Muskel ist der Steigbügelmuskel im Ohr, der flächenmäßig größte Muskel ist der Große Rückenmuskel. Der nach dem Volumen größte Muskel ist der Größte Gesäßmuskel, der stärkste der Kaumuskel, der längste der Schneidermuskel im Oberschenkel. Die aktivsten Muskeln des Menschen sind die Augenmuskeln. Sie bewegen sich jeden Tag rund 100.000-mal. Und auch nachts rollen sie hin und her – wenn wir träumen.
3. Wenn wir einen einzigen Schritt machen, sind mehr als 40 unterschiedliche Muskeln beteiligt; und zwar nicht nur Bein- und Beckenmuskeln, sondern vor allem auch am Rücken gelegene Muskeln, die dafür sorgen, dass der Körper gerade bleibt. Ohne diese Muskeln liefen wir permanent Gefahr, auf die Schnauze zu fallen.
4. Menschen werden im Laufe ihres Lebens immer unbeweglicher, ihre Gelenke steifer und ihre Muskeln verkürzen sich. Hauptgrund ist zunehmender Bewegungsmangel im Alter. Doch Muskelverkürzungen können auch Folge langen und intensiven Kraft- und Ausdauertrainings sein. Dehnübungen können dem vorbeugen.
5. Muskelfaserrisse entstehen vor allem bei intensiven, plötzlichen Belastungen, wie zum Beispiel Springen, plötzlichem Abbremsen oder Richtungswechsel. Muskelfaserrisse können auch Ausdauersportler erwischen, wenn ihre Muskulatur aufgrund eines anstrengenden Trainings besonders ermüdet ist.
6. Ein regelmäßiger trainierter Muskel legt an Umfang zu. Durch das Training vermehren sich die feinsten Bestandteile der Muskeln, die Myofibrillen. Dadurch verdicken sich die Muskelfasern, der Muskel wächst – allerdings nicht unbegrenzt: ab einem bestimmten Grad sind die Blutgefäße nicht mehr fähig, den Muskelfasern ausreichend Nähr- und Sauerstoff zu zuführen.
7. Wenn wir Muskeln nicht beanspruchen, bilden sie sich zurück und werden dünner. Das geht besonders schnell, wenn der Muskel seine Nervenverbindung verliert und nicht mehr mit elektrischen Impulsen versorgt wird.
Besser laufen mit mehr Muskeln
Dehnen: Was Experten raten und Studien zeigen

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