Achim Achilles empfiehlt:Keine Ausreden: Die besten Tipps, Tricks und Regeln für den sicheren Winterlauf. |
30 August 2010 02:00
Für Klasseläufer sind Crossläufe durch Wald und über Wiesen Pflicht. Lauftrainer Klemmbrett Karraß erklärt, warum das so ist und welche Vorteile das Crosslauf-Training bringt.
Jens Karraß weiß, wie es sich anfühlt, wenn jeder Schritt eine Qual ist. Früher war Karraß Deutscher Meister über 10.000 Meter, Bestzeit 27:53 Minuten. Heute bietet er mit seiner Firma jk running Lauf- und Fitness-Training an und macht Berliner Prominente wie Politikerin Brigitte Zypries oder Fernsehmoderatorin Caroline Beil flott. Auf Achim-Achilles.de gibt Klemmbrett-Karraß regelmäßig Trainingsratschläge und Fitness-Tipps."Cross" bedeutet laut englischem Wörterbuch: quer, schief, ärgerlich, zuwider. Und in der Tat ist der "Cross Country Run" ein ärgerlicher, dem gewohnten Laufgefühl völlig widersprechender Geländelauf. Warum macht querfeldein zu laufen trotzdem Spaß?
Der Crosslauf wird von den meisten Läufern unterschätzt. Er kommt nicht recht an, obwohl der Geländelauf beim größten Marathonveranstalter Deutschlands, dem SCC Berlin, schon zehn Jahre länger im Terminkalender steht als der weltbekannte Berlin-Marathon.
Ein Crosslauf in wunderbarem Waldgebiet kann eine echte Herausforderung sein. Die Streckenlängen variieren zwischen acht und zwölf Kilometern – machbar für jeden Freizeitjogger. Allerdings gibt es vieles, wogegen man ankämpfen muss: Regen, Matsch, Wind und Kälte; Wurzeln gibt es reichlich, mal klatscht einem ein Zweig ins Gesicht, dann geht es wieder über Hügel.
Acht Kilometer Crosslauf können einen fordern wie ein Halbmarathon, mental sogar noch mehr. Das Wetter ist oft miserabel, weil Crossläufe traditionell immer nur im Herbst und Frühjahr stattfinden. Nach einem Crosslauf werden Sie mit Ihren Klamotten kaum ein gepflegtes Heim betreten dürfen.
Abgesehen von der Jagd beim Cross – wenn 200 Leute auf einer Lichtung starten und nach 300 Metern der Weg zu einer Breite von vier Metern schrumpft, aber alle vorne sein wollen – ist das Laufen in unwegsamem Gelände auch im Trainingsalltag als Abwechslung sehr zu empfehlen. Es strengt mehr an, belastet auch mal andere Muskelgruppen und zwingt zur Konzentration.
Ihre Füße müssen mehr halten und stabilisieren, weil jeder Schritt anders ausfällt. Mein Vorschlag: Biegen Sie doch von Ihrer normalen Waldrunde einmal ab ins Unterholz, ohne Kilometer- oder Zeitvorgaben.
Die Cross-Saison ist für jeden Klasseläufer Pflicht bei der Vorbereitung der Laufwettkämpfe. Der gute Läufer wird im Herbst und Winter gemacht. Was Sie da an Beharrlichkeit vermissen lassen, holen Sie im kurzen Sommer nicht mehr rein.
Achims Blog: Crossen mit Achims Portemonnaie

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