21 Juni 2010 02:00
Großes Marathonwochenende in Europa: In Paris und Rotterdam gab es Weltjahresbestzeiten und einen Weltrekord. In Zürich dagegen hat das Interesse am Marathon stark nachgelassen.
Patrick Makau ist beim Rotterdam-Marathon mit 2:04:47 Stunden Weltjahresbestzeit gelaufen. Der 25-jährige Kenianer stellte damit die fünftschnellste Marathonzeit überhaupt auf und blieb 48 Sekunden über dem Weltrekord von Haile Gebrselassie. Mit 2:04:54 lief der Kenianer Geoffrey Mutai ebenfalls eine starke Zeit und landete vor seinem Landsmann Vincent Kipruto (2:05:12) auf Platz zwei.
Bei den Frauen gewann die Äthiopierin Aberu Kebede nach 2:25:29 Stunden. Auf dem zweiten Platz landete die Amerikanerin Magdalena Lewy Boulet (2:26:22). Die Top-Favoritin Zhu Xiaolin aus China lief nach 2:29:42 Stunden auf Platz drei. 7856 Läufer finishten den größten Marathon der Niederlande.
Die Äthiopierin Atsede Baysa ist beim Paris-Marathon Weltjahresbestzeit gelaufen. Sie gewann das Rennen nach 2:22:03 Stunden vor der Französin Christelle Daunay (2:24:22). Tadesse Tola machte bei den Männern den äthiopischen Doppelsieg perfekt. Der 22-jährige Außenseiter setzte sich mit 2:06:37 Stunden gegen die Kenianer Aldred Kering (2:07:09) und William Kipsang (2:07:10) durch. In Paris liefen 31.566 Läufer Marathon.
Etwas langsamer ging es beim 8. Zürich-Marathon zur Sache: David Kiprono Langat aus Kenia gewann nach 2:11:03 Stunden vor seinen Landsleuten Stanley Leleito und Daniel Kiptum. Kiptum stellte gleichzeitig einen neuen Weltrekord auf: Er unterbot den Weltrekord der Gehörlosen um 44 Sekunden auf 2:14:00 Stunden. Die Russin Olga Rosseeva gewann nach 2:35:43 Stunden vor Lena Gavelin (2:37:08) aus Schweden und Emebet Abossa aus Äthiopien.
Das Interesse am Zürich-Marathon hat stark nachgelassen: 3169 Läufer finishten am Sonntag das größte Marathon-Rennen der Schweiz, 1840 weniger als im vergangenen Jahr.
Rekord verpasst – und dennoch Geschichte geschrieben
Mocki will Streckenrekord knacken

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