11 Oktober 2010 09:59
Der Ironman auf Hawaii hat wieder gehalten, was er verspricht – und mehr: Andreas Raelert und Chris McCormack lieferten sich bis zuletzt ein packendes Duell. Am Ende entschied ein kurzer Moment.
Es ist nicht oft, dass der Zweitplatzierte glücklich ist. Aber Andreas Raelert fühlte sich wie ein Sieger – obwohl er das Duell beim Ironman auf Hawaii kurz vor der Ziellinie verloren hatte. Der Australier Chris McCormack hatte rund zwei Kilometer vor dem Ziel einen Moment ausgenutzt – und zwar als Raelert nach einem Getränk griff, griff auch McCormack an und sprintete davon. Das reichte bis zum Ziel.
8:10:37 Std brauchte McCormack, der Deutsche kam nach 8:12:17 ins Ziel und zeigte mit dem Finger auf seinen Kontrahenten: "Du Schlawiner", sollte das heißen. Und: "Du Wahnsinnstyp." Die beiden respektieren sich. Beim letzten Aufeinandertreffen in Frankfurt gewann Raelert, jetzt also die Revanche. Es war ein denkwürdiges, fast schon jetzt legendendäres Rennen, bei dem die Triathleten nach 3,8 km Schwimmen und 180 km Radfahren fast gleichauf waren. Am Ende sagte McCormack: "Es war ein Sieg des Willens."
Timo Bracht aus Eberbach wurde Sechster, der Münchener Faris Al-Sultan, Sieger von 2005, Zehnter. Bei den Frauen siegte die überglückliche und Vorjahreszweite Mirinda Carfrae ebenfalls aus Australien.

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