25 Oktober 2010 09:53
Gleich vier Marathonläufe fanden am Wochenende in Deutschland statt. In Dresden dominierten die Kenianer, in Magdeburg lief der Vorjahreszweite zum Sieg und in Lübeck überraschte eine Jura-Studentin. Beim Citylauf in Oldenburg hatte eine Lokalmatadorin die Nase vorn. Allein das Wetter spielte nicht mit.
Zwischen Dom und Blauem Kreuz – unter diesem Motto liefen die Teilnehmer des 7. Magdeburg-Marathons am Sonntag durch die Stadt. 5900 Mitläufer – so viele wie noch nie – waren auf den Beinen, am Streckenrand natürlich um einige mehr. Allein der Startschuss war eine Attraktion. Bürgermeister Lutz Trümper gab das Startzeichen mit einer Böllerkanone der Haldensleber Schützengilde.
Rein sportlich machte der starke Wind den Läufern einen Strich durch die Marathon-Rechnung. Yves Löbel kam nach 2:42:00 Std. als Erster ins Ziel, im Vorjahr war er noch Zweiter gewesen. Hinter dem 33-Jährigen reihten sich Hirofumi Oka (Japan) in 2:42:22 und der Deutsche Thomas Voland (2:45:03) ein.
Bei den Frauen siegte Sigrid Hoffmann aus Magdeburg in 3:14:01 Std. Zweite wurde Liane Muschler aus Leipzig (3:17:09). Auf dem dritten Platz landete Nancy Lamkewitz, ebenfalls aus Leipzig (3:20:11).
Bei der 12. Auflage des Dresden-Marathon gingen gleich die ersten drei Plätze des Männer-Marathons an Kenianer. Henry Tororei siegte in guten 2:17:25 Std. Knapp zwei Minuten später kam Edwin Kibowen als Zweiter ins Ziel (2:19:22). Sammy Kipruto wurde Dritter (2:23:31). Bester Deutscher war Oliver Greger aus Marktredwitz, der in 2:23:35 als Fünfter die Ziellinie überquerte.
Auch bei den Frauen ging der Sieg nach Afrika. Prisca Kiprono aus Kenia gewann den Marathon durch die Dresdner Innenstadt in 2:48:32 Std. vor der Polin Krystyna Kuta (2:48:56). Carina Schipp aus Deutschland wurde Dritte in 2:51:12.
7000 Läufer waren am Sonntag in den verschiedenen Disziplinen an den Start gegangen. Die Kälte und der Wind machten aber auch hier den Athleten zu schaffen.
Die Nordlichter aus Lübeck mussten am Wochenende besonders leiden. Der 3. Lübeck-Marathon muste im Regen ausgetragen werden. Der Neuseeländer und Wahlhamburger Jon-Paul Hendriksen gewann den Wettkampf im Nieselregen in 2:38:08. Der 32-Jährige hatte bereits im Vorjahr den Titel geholt.
Bei den Frauen siegte überraschend die 24-jährige Hanne Schöppner aus Bad Schwartau (3:18:51). Die Jura-Studentin lief quasi im Alleingang zum Sieg und konnte ihr Glück kaum fassen.
Beim kleinen aber feinen Citylauf in Oldenburg, der 25. Ausgabe, siegten Thomas Ebel in 2:41:42 und Lokalmatadorin Antje Günther in 3:16:38. Rund 3500 Teilnehmer verbuchten die Veranstalter.

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Hier die korrekten Zeiten der ersten 5 Männer beim Dresden Marathon 2010:
Platz Pl.AK Startnr. Name AK Verein Brutto Netto
1 1 40003 » Tororei, Henry (KEN) M30 02:17:25 02:17:21
2 2 40002 » Kibowen, Edwin (KEN) M30 02:19:22 02:19:19
3 3 40006 » Kipruto, Sammy (KEN) M30 02:23:31 02:23:29
4 4 40007 » Tóth, Tamás (HUN) M30 02:32:12 02:32:10
5 1 40022 » Greger, Oliver (GER) MH RSC Marktredwitz 02:32:35 02:32:32
6 2 40014 » Gehrisch, Johann (GER) MH Skiklub Dresden-Niedersedlitz 02:34:01 02:33:59