07 September 2011 21:39
Gipfeltreffen am Main: Beim diesjährigen Frankfurt-Marathon treffen alle Gewinner der Jahre 2005 bis 2010 aufeinander. André Pollmächer und Susanne Hahn kämpfen um Olympia 2012.
Das Elitefeld des Frankfurt-Marathons am 30. Oktober ist nahezu komplett. Nach Streckenrekordhalter und Vorjahressieger Wilson Kipsang (Kenia/2:04:57 Stunden) sowie dessen Vorgänger als Kursbester, Gilbert Kirwa (Kenia/2:06:14 Stunden/2009), hat nun auch der Sieger des Jahres 2008 seine Startzusage gegeben: Robert Kiprono Cheruiyot hatte das Traditionsrennen vor drei Jahren als Debütant gewonnen und sich damit für noch höhere Ziele empfohlen.
Eines davon realisierte der mittlerweile 23-jährige Kenianer mit seinem Sieg beim Boston-Marathon 2010 in persönlicher Bestzeit von 2:05:52 Stunden. Mit Kipsang, Kirwa und Cheruiyot treffen am 30. Oktober jene drei Kenianer aufeinander, die in den Jahren 2008 bis 2010 für Weltklasseresultate gesorgt haben.
Wilfred Kigen, Seriensieger der Jahre 2005 bis 2007, wird in der Mainmetropole mit 36 Jahren seinen wahrscheinlich letzten Marathonlauf absolvieren und sich noch einmal mit der Weltklasse messen. "Dass wir die Gewinner der Jahre 2005 bis 2010 allesamt präsentieren können, passt natürlich optimal zum 30. Geburtstag unseres Marathons“, sagt Renndirektor Jo Schindler.
Mächtig Druck machen wird in Frankfurt auch der 30-jährige Äthiopier Deriba Merga - und dabei zum zweiten Mal innerhalb von acht Monaten auf Kipsang treffen. Merga, Boston-Sieger des Jahres 2009, hatte den Kenianer bereits Anfang März beim Lake Biwa Marathon in Japan herausgefordert und erst nach 39 Kilometern abreißen lassen müssen. Kipsang gewann in Kursbestzeit von 2:06:13 Stunden, Merga kam als Zweiter genau drei Minuten später ins Ziel. Seinen persönlichen Rekord (2:06:38) ist der Äthiopier als Sechster des London-Marathons 2008 gelaufen.
Beim Frankfurt-Marathon sind aber auch einige hochkarätige Läufer aus Deutschland dabei. Neben der 2008er-Siegerin Sabrina Mockenhaupt (demnächst im großen Achim-Achilles.de-Interview) und Jan Fitschen wollen sich dort auch Susanne Hahn und André Pollmächer für die Olympischen Spiele 2012 qualifizieren. Bislang hat sich noch kein deutscher Marathonläufer das Olympiaticket gesichert, wobei Pollmächer als aussichtsreichster Kandidat gilt.
Bei den Frauen steht mit Irina Mikitenko eine deutsche Olympiateilnehmerin bereits fest, um die zwei verbleibenden Startplätze laufen beim Frankfurt-Marathon Susanne Hahn und Sabrina Mockenhaupt. Die 30-jährige Siegerländerin strebt auf dem schnellen Kurs eine Verbesserung ihrer Bestzeit (2:26:21/2010) an. Wie weit Susanne Hahn nach ihrer Babypause schon wieder ist, wird sich am nächsten Wochenende bei den deutschen Meisterschaften im 10-Kilometer-Straßenlauf zeigen. Ihre Bestzeit (2:29:26) ist die 32-jährige Saarbrückerin vor zwei Jahren als Gewinnerin des Düsseldorf-Marathons gelaufen.

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