Sabrina Mockenhaupt kommt nach 2:28:08 Stunden ins Ziel. Sie verpasste ihre persönliche Bestzeit um rund zwei Minuten und wurde am Ende Neunte.
(alle Fotos: Thomas Wenning)
31 Oktober 2011 11:28
Auch beim Frankfurt-Marathon 2011 waren es wieder die Kenianer und Äthiopier, die vorneweg gelaufen sind. Dahinter verblassen die Leistungen der deutschen Sportler etwas – und dennoch lohnt sich diesmal ein Blick zurück. Wie haben sich die Deutschen bei diesem Wahnsinnsrennen geschlagen?
André Pollmächer hat sich vor dem Marathon im Achilles-Interview zuversichtlich gezeigt, seinen großen Traum Olympia bereits in Frankfurt ein Stück näher zu kommen. Doch daraus wurde nichts. Der 27-Jährige scheiterte bei seinem Versuch, die deutsche Olympianorm von 2:12 zu unterbieten. Er gab das Rennen bei KM 30 auf.
Jan Fitschen vom TV Wattenscheid dagegen hatte einen guten Tag und lief mit 2:15:40 Stunden Bestzeit. Am Ende belegte er als bester Deutscher Rang 32 in einem stark besetzten Feld. „Ich bin total happy", sagte er nach dem Rennen. Zwar habe er unter 2:15 bleiben wollen. "Aber es ist eben kein Wunschkonzert. Ich wollte hinten raus schneller werden, aber ich war dann doch müde." Im Frühjahr werde er erneut angreifen und versuchen, die "Riesenschallmauer Olympianorm" zu schaffen. "Man muss einen Schritt nach dem anderen machen. Wenn wir langsamer anlaufen könnten, wären schnellere Zeiten möglich. Wir haben jetzt alle die gleiche Ausgangslage und werden es im Frühjahr versuchen.“
Auffällig gut lief ein Neuling in der Marathon-Szene: Sören Kah, Halbmarathon-Gewinner im Rahmen des diesjährigen München-Marathon, ging zum ersten Mal auf die lange Distanz an den Start und gab ein starkes Debüt: 2:17:58 Stunden lassen auf weitere gute Zeiten hoffen.
Dramatisch ging es bei den Frauen zu: Sabrina Mockenhaupt (LG Sieg) in 2:28:08 Stunden lief auf Platz neun ins Ziel – wo sie erschöpft zusammenbrach. Zwar erreichte sie ihr Minimalziel und und blieb unter der Olympianorm des DLV (2:30), dennoch war sie nicht ganz zufrieden. Denn sie verpasste ihre persönliche Bestzeit um rund zwei Minuten. „Ich habe alles probiert. Bis Kilometer 34 war ich auf Kurs Bestzeit, wir sind sogar 22 Sekunden schneller angelaufen als geplant. Am Ende war ich völlig platt, weiß aber nicht, woran es gelegen hat. Der Mann mit dem Hammer kam so extrem. Vielleicht habe ich mir doch zu viel Druck gemacht."
Eine schöne Überraschung lieferte Susanne Hahn aus Saarbrücken. Nach einer Babypause wurde sie bei ihrem Comeback gleich Elfte und lief sich mit 2:28:49 Stunden schon mal für London warm.
Sabrina Mockenhaupt kommt nach 2:28:08 Stunden ins Ziel. Sie verpasste ihre persönliche Bestzeit um rund zwei Minuten und wurde am Ende Neunte.
(alle Fotos: Thomas Wenning)

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