03 November 2010 00:00
Was war die erste Siegprämie beim New-York-Marathon? Und warum tauschte Jörg Haider kurz vor dem Rennen seine Startnummer? Achim-Achilles.de hat die wichtigsten und witzigen Fakten über das vielleicht schönste Rennen der Welt gesammelt.
1. Ungleiche Prämien
Der erste NYC-Marathon startete am 13. September 1970 mit 126 Männern und einer Frau. Gary Muhrcke ging nach 2:31:39 Stunden als Erster ins Ziel. Sein Preis: Eine billige Armbanduhr und ein umfunktionierter Baseballpokal. Insgesamt finishten 55 Läufern den ersten NYC-Marathon.
2. Durch alle Stadtteile
Bis 1976 verliefen die 42,195 km in vier Runden durch den Main Drive des Central Parks. Hinzu kam eine kleine Zwei-Meilen-Runde. Danach wurde die Strecke durch alle fünf Stadtteile New Yorks gelegt: Staten Island, Brooklyn, Queens, Bronx und Manhattan. Die Ziellinie befindet sich auf der Höhe des berühmten Restaurants "Tavern on the Green" im Central Park. Hier steigt am Abend vor dem Rennen die große Pasta-Party.
3. Nur Flüssiges – nichts Festes
Verdursten wird während des Laufes keiner: An der Strecke stehen 1,5 Millionen Becher mit Wasser bereit. Jedoch gibt es nur Flüssiges, nichts Essbares.
4. Inkognito-Marathon
Der verstorbene österreichische Politiker Jörg Haider lief 1999 das Rennen in 3:52 Stunden. Da der Rechtspopulist unerkannt bleiben wollte, wechselte er seine Startnummer 5777 in letzter Minute gegen die Startnummer 7991. Haider befürchtete, im Stadtteil Brooklyn von orthodoxen Juden angegriffen zu werden.
5. Rückwärts
Am 26. Oktober 1980 legte Ernest C. Conner als Erster den NYC-Marathon rückwärts laufend zurück. Er brauchte dafür 5:18 Stunden.
6. Streckenrekord
Die schnellste Marathonzeit in New York lief der Äthiopier Tesfaye Jifar in 2:07:43 Stunden im Jahr 2001. Den Streckenrekord der Frauen, 2:22:31 Stunden, hält die Kenianerin Margaret Okayo seit 2003.
7. Hohe Ansprüche
Die Strecke hat ein anspruchsvolles Profil und gilt deshalb als langsam. Besonders die Steigungen an den Brücken machen den NYC-Marathon zu einer echten Herausforderung.
8. Begehrte Startnummer
Den NYC-Marathon bezeichnen viele als den schönsten Marathon überhaupt. Ellwangens Oberbürgermeister Karl Hilsenbek, der ihn 2007 lief, sagte der Zeitung Schwäbische Post: "Der Lauf ist so begehrt, dass ich im Hotel auf die Startnummer mehr Acht geben musste als auf‘s Geld."
9. Dosenöffner fehlten
Beim ersten NYC-Marathon 1970 gab es im Zielbereich Coca-Cola aus Dosen. Schlecht nur, dass vor 38 Jahren ein Dosenöffner nötig war, um an die braune Limo zu kommen. Und Dosenöffner gab es keine.
10. Frauen vor
Seit 2002 starten die leistunsgsstärksten Frauen 35 Minuten vor den Männern und dem restlichen Teilnehmerfeld.
11. Medieninteresse
Die TV-Live-Übertragung des NYC-Marathon verfolgen mehr als 300 Millionen Menschen weltweit. Die New York Times druckt am Tag nach dem Marathon die Namen und Zeiten aller Läufer mit einer Zielzeit unter sechs Stunden ab.
12. Big Brother is watching you
Am 2. November 2001, 52 Tage nach den Terroranschlägen auf das World-Trade-Center, bot sich den Läufern des NYC-Marathon ein gespenstischer Anblick auf die Skyline von Manhattan. Tausende ausländische Läufer sagten aus Angst vor weiteren Anschlägen ihre Teilnahme ab. Die Daten aller Teilnehmer lagen dem FBI zur Überprüfung vor. 5000 Polizisten waren entlang der Strecke postiert.
13. Drei Wege führen nach New York
Es gibt drei Wege an einen der begehrten Startplätze zu kommen. Über ein Losverfahren, über eine Qualifikationszeit (vom Alter abhängig) oder über die Buchung eines Reiseveranstalters. Mehr als 90.000 Läufer bewerben sich jährlich für einen Startplatz.
14. Motivation
Es empfiehlt sich ein eigenes Läufer-Shirt mit seinem Namen zu tragen. Das ist nicht nur üblich, sondern kann ungeahnte Kräfte freisetzen: Die rund zwei Millionen Zuschauer feuern die Läufer mit ihren Namen an.
15. Vorjahressieger
Im vergangenen Jahr waren der US-Amerikaner Mebrahtom Keflezighi (2:09:15 Stunden) und die Äthiopierin Derartu Tulu (2:28:52 Stunden) die schnellsten Läufer.
16. Finisher-Rekord
2009 erreichten 43.660 Läufer das Ziel im Central Park. Nie zuvor zählte ein Marathonrennen zuvor über 40.000 Finisher.

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