Achim Achilles empfiehlt:Keine Ausreden: Die besten Tipps, Tricks und Regeln für den sicheren Winterlauf. |
06 Oktober 2010 00:00
Am Samstag ist es wieder soweit. Extremsportler quälen sich beim Ironman auf Hawaii zu extremen Leistungen – und das seit 30 Jahren. Sogar wer ins Ziel krabbelt, genießt höchstes Ansehen. Harte Fakten rund um eines der brutalsten Rennen der Welt.
Die Legende
Um die Entstehung des Ironman rankt sich eine Legende: Navy-Kommandeur John Collins gilt als Initiator des 1978 erstmals ausgetragenen Wettkampfes. Seine Soldaten und er wollten wissen, wer von ihnen am fittesten ist. Die drei Disziplinen – Schwimmen, Rad fahren, Laufen – wurden damals bereits als einzelne Wettkämpfe auf Hawaii ausgetragen.
Die Mannen um Kommandeur Collins vereinten sie zur ultimativen Herausforderung, dem Ironman: 15 Männer starteten am 18. Februar 1978 in Waikiki auf Hawaii – ihre Mission: 3,86 km Schwimmen, 180,2 km Radfahren und einen Marathon laufen. Marine-Offizier Gordon Haller kam als Erster ins Ziel – nach 11:46:58 Stunden.
Der Durchbruch
1980 schafft der Ironman den Durchbruch zum Sport-Großereignis: Fernsehsender ABC überträgt das Rennen weltweit. Die neue Aufmerksamkeit hatte der Wettbewerb vor allem einem Journalisten zu verdanken: Berry McDermott wollte ein Jahr zuvor eigentlich nur von einem Golf-Turnier auf der Insel berichten, dann entdeckte er den Ironman. Seinen zehnseitigen Bericht druckte die renommierte amerikanische Zeitschrift Sports Illustrated ab. 1981 berichtete auch das ZDF über das Sportereignis.
Wer heute einen der 1800 Startplätze ergattern will, muss sich bei anderen Triathlons dafür qualifizieren.
Der langsamste Finisher
Walt Sack stellt 1981 einen Rekord auf: Nach 26:20:00 Stunden kommt der 72-Jährige ins Ziel. Heute ist das Zeit-Limit bei 17 Stunden. Wer‘s bis dahin nicht ins Ziel schafft, hat sich umsonst geschunden.
Auf allen Vieren ins Ziel
1982 läuft Julie Moss als erste Frau auf die Zielgerade. Doch bevor sie die Ziellinie überquert, bricht sie entkräftet zusammen. Ihr Körper ist völlig ausgetrocknet. Kathleen McCartney überholt Moss und sichert sich den Sieg. Moss zeigt Moral und kriecht auf allen Vieren über die Ziellinie: Beim Ironman gilt das Finishen als Auszeichnung – egal wie.
Unter neun Stunden (Männer)
1984 durchbricht Dave Scott als erster Athlet die magische Neun-Stunden-Marke: Mit 8:54:20 Stunden ist er so schnell wie keiner zuvor. Ein Jahr später kommentiert jener Dave Scott die Live-Berichterstattung auf ABC. Und sieht, wie Scott Tinley seinen Rekord um knapp vier Minuten verbessert.
Unter neun Stunden (Frauen)
Paula Newby-Fraser unterbietet 1992 als erste Frau die Neun-Stunden-Marke: Mit 8:55:28 Stunden stellt die Athletin aus Zimbabwe einen bis heute aktuellen Rekord auf.
Streckenrekord
Den bis heute gültigen Streckenrekord hält der Belgier Luc Van Lierde. Er kam 1996 nach 8:04:08 Stunden ins Ziel. Gleichzeitig ist er der erste Europäer, der den Ironman gewinnt. Ein Jahr später gewinnt Van Lierde den Ironman Europe mit 7:50:27 in Weltrekordzeit.

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