01. Juli 2010
Der Ironman auf Malaysia ist wegen des Klimas einer der härtesten Triathlons. Anscheinend zu hart für die meisten Teilnehmer: Der Sieger gewann mit einer halben Stunde Vorsprung.
Der Belgier Marino Vanhoenacker hat den Ironman auf Malaysia gewonnen. Mit einem Vorsprung von rund 28 Minuten auf den Zweitplatzierten Hiroyuki Nishiuchi (Japan) deklassierte der 33-Jährige die Konkurrenz. Gleichzeitig qualifizierte sich Vanhoenacker mit dem Sieg für die Ironman-Weltmeisterschaft am 9. Oktober auf Hawaii. "Das war heute ein perfekter Start in die Saison. Bei diesen brutalen Bedingungen solch eine Leistung abzurufen, ist einfach fantastisch", sagte der Belgier nach dem Rennen.
Bei Temperaturen über 35 Grad und extremer Luftfeuchtigkeit kam er nach 8:22:31 Stunden ins Ziel. Dritter wurde der Franzose Romain Guillaume (8:54:38 Stunden). Andreas Venhorst erreichte als bester Deutscher Platz fünf. Jens Wilken landete bei seinem ersten Ironman auf einem guten 9. Platz.
Der australische Titelverteidiger Luke McKenzie stieg als erster aus dem Wasser und brach auf der Radstrecke wegen Magenproblemen das Rennen ab. Bei den Frauen gewann die Australierin Belinda Granger nach 9:23:33 Stunden. Vanhoenacker, der dem deutschen Commerzbank Triathlon Team angehört, hatte nach 3,8 Kilometer Schwimmen gut drei Minuten Rückstand auf Nishiuchi, den er auf der Radstrecke überholte. Dabei stellte er seine persönliche Bestzeit ein: 4:21:01 Stunden brauchte Vanhoenacker für die 180 Kilometer lange Radstrecke. Den Marathon finishte der Belgier nach 3:06:44 Stunden.
Vor dem Rennen hatte Vanhoenacker im Gespräch mit Achim-Achilles.de seine Siegchancen "bei 25 Prozent" gesehen.
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