23 Juni 2010 02:00
Das Achim-Achilles.de-Lexikon erklärt einige der wichtigsten Begriffe aus der weiten Welt des Laufsports. Dabei wird mit einigen Mythen aufgeräumt.
Maltodextrin bezeichnet ein wasserlösliches Kohlenhydratgemisch. Das Wort leitet sich von Maltose und Dextrose ab, zwei Zuckerarten, die aufgrund ihrer Molekülstruktur behutsamer vom Körper aufgenommen werden. Sportler verwenden Maltodextrin zur Herstellung von Getränken oder nehmen es in Form hochkalorischer Gels zu sich. Gels werden unter langer bzw. schwerer Belastung (z.B. Marathon, Radrennen) meist besser vertragen und können problemloser verzehrt werden als Energieriegel.
Maltodextrin besitzt im Vergleich zu kürzer-kettigen Kohlenhydraten wie Rohr-, Malz-, Frucht- oder Traubenzucker mehrere Vorteile: Maltodextrin wird langsamer resorbiert. Dadurch kommt es nicht wie beispielsweise bei Traubenzucker zu einem starken Blutzuckeranstieg, der im Körper eine kompensatorische, überschießende Insulinausschüttung bewirkt und so mittelfristig eher zu einer Unterzuckerung führt ("Hungerast"). Es besitzt bei Zufuhr der gleichen Energie zudem eine viel niedrigere Osmolarität, bindet also weniger Wasser. (Jens Karraß)

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