23 Juni 2010 02:00
Das Achim-Achilles.de-Lexikon erklärt einige der wichtigsten Begriffe aus der weiten Welt des Laufsports. Dabei wird mit einigen Mythen aufgeräumt.
Im Gegensatz zur gängigen Meinung ist es nicht das Training, was uns leistungsfähiger macht, sondern die Pause nach dem Training. Unmittelbar nach körperlicher Belastung erfolgt eine Phase der Müdigkeit; ihre Dauer hängt von verschiedenen Faktoren ab, die wichtigsten sind Belastungsdauer und -intensität: Je länger und härter das Training, umso länger ist man müde. Andere wichtige Faktoren sind Trainingszustand (besser trainierte Athleten erholen sich schneller als Untrainierte), Alter (die Erholungsfähigkeit lässt im Laufe der Jahre nach) und zusätzlicher Stress wie z.B. weniger Schlaf, private oder berufliche Probleme.
Während der Erholung baut der Körper neue Strukturen wie Muskelzellen und Bindegewebe auf, die eine höhere Belastbarkeit ermöglichen. Gleichzeitig werden die Energiespeicher des Körpers wieder aufgefüllt und die Verluste an Wasser und Mineralien ausgeglichen. Je nach Art und Intensität der Belastung sind für die Regeneration einige Stunden bis mehrere Tage notwendig. Ist die Pause zu kurz, wird sich auf Dauer eine Verschlechterung ergeben. Wird die Pausenlänge richtig gewählt, ist der Körper belastbarer und leistungsfähiger. Den Prozess nennt man Superkompensation. (Dr. Fernando Dimeo)

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