Tattoo-Triathlon: Mit diesen 5 Tricks will Micha Achim schlagen

Geschrieben von: David BedĂĽrftig

Tattoo-Triathlon: Konkurrent Achim Achilles scheint übermächtig. In den sozialen Medien übt er sich in siegessicheren Kommentaren. Doch Micha Klotzbier hat noch lange nicht aufgegeben. Micha Klotzbier kämpft. Hier sind seine fünf Tricks, mit denen er Altmeister Achim besiegen will.

1. Geheimes Schwimmtraining

Schwimmen ist für Triathlonanfänger die schwerste Disziplin. Läufer können selten richtig schwimmen. Schwimmtraining nimmt Micha deshalb nicht auf die leichte Schulter: „Eigentlich darf es keiner wissen, aber ich gehe schon seit Oktober ein bis zwei Mal die Woche etwa eine Stunde schwimmen.“ An seiner Technik müsse er aber noch feilen, sagt er selbstkritisch.

Fortschritte hat der Ex-160-Kilo-Koloss dennoch bereits festgestellt. „Ich bin zwar noch kein Michael Phelps, aber immerhin bekomme ich keine Krämpfe mehr in den Beinen nach einer Bahn.“ Am 10.09.2017 gibt's dann den Showdown beim Tattoo-Triathlon in Erkner. Zieh dich warm an, Achim.

Raus aus der Wanne, rein in den See. Momentan tastet sich Micha – vorsichtig wie ein frischgeschlüpfter Pottwal – ans Schwimmen im offenen Gewässer heran. „Wenn mich ein Fisch berührt, überfällt mich die Panik. Ich habe ja keine Ahnung, was unter mir ist.“ Die ersten Tests von Hochseeschlepper Micha könnt ihr hier bewundern: https://www.facebook.com/ErknerTriathlon/videos/334243940332603/. Micha resümiert: „750 Meter Kraul im See wird hart.“

2. Lauftraining mit Zaubertrank

160 Kilo wog Micha vor zwei Jahren. Zum Marathon 2016 verschlankte er sich auf 106 Kilo, jetzt liegt sein Kampfgewicht wieder bei 117 Kilo. Zu viel für einen erfolgreichen Tattoo-Triathlon gegen Achim – eigentlich. Aber Micha hat einen Zaubertrank in der Hinterhand.

„Mein aktuelles Gewicht nervt mich total." Aber die Ernährung umzustellen dauert eine Weile. "Dasher versuche ich mich mit natürlichen und legalen Nahrungsergänzungsmitteln aufzuputschen.“ Schneller laufen wird der Marathonfinisher mit seinem Vitamin-Cocktail zwar auch nicht, aber es gibt ihm wenigstens den Anschein, etwas für die Ernährung zu tun.

Möglichkeiten, ein paar Läuferkilos abzubauen hat Micha immerhin noch genug: Er startet noch mit seiner AOK-Heldenstaffel beim Lauf ohne Grenzen in Frankfurt Oder und Anfang September beim B2Run in Köln.

3. Wechsel-Weltmeister

Schwimmen, Radfahren, Laufen? Weit gefehlt, wer dachte, Triathlon bestĂĽnde aus drei Disziplinen. Es sind fĂĽnf. Nach dem Schwimmen und Radfahren muss man sich ja umkleiden. Und in genau diesen zwei Extra-Disziplinen will Micha angreifen.

Schuhe an, Helm an, rauf aufs Rad. „Hier sehe ich die Chance, Achim kostbare Zeit abzunehmen. Achim ist ja Triathlon-Fashionista, samt Klick-Pedalen und dem ganzen High-Tech-Zeugs. Ich verzichte auf Schnick-Schnack und muss mich nicht groß umziehen.“

Ein simpler Plan: Das Outfit soweit minimieren, dass zeitmäßig alles rausgeholt werden kann. Die Disziplin zwischen den Disziplinen. „Beim Umziehen bin ich eindeutig der Bessere“, sagt Micha, „das verbessert die Aussicht auf Erfolg doch erheblich.“

4. Mentaltraining: Gelassenheit ĂĽben

Michas Kilos sprechen die Sprache seiner inneren Gemütlichkeit. In der Ruhe liegt die Kraft. Sinnbildlich dafür soll ihm Balu, der Plüsch-Glücksbringbär seins Sohnes, zum Sieg gegen Achim verhelfen. Ein Maskottchen soll es rausreißen, wenn nichts mehr geht.

Micha hat noch nie einen Triathlon absoviert, aber er weiß, dass im Rennen alles passieren kann: vom geplatzten Reifen bis zu Killerkrämpfen. Daher übt er sich in Gelassenheit und innerer Entspanntheit: Yoga, Meditation, Gespräche mit Freunden und Kollegen.

„Ich liege trainingstechnisch vielleicht noch ein wenig hinter Achim, aber ich bleibe entspannt und besinne mich auf meine Stärken: Laufen... und natürlich Klamotten wechseln.“

5. Rad-Tipps von den Profis

Am 30. Juli nimmt Micha beim ProAm Jedermann-Rennen in Hannover teil. „Ich habe jetzt mein Stadler-Rad und will nun endlich Rennrad-Wettkampf-Luft schnuppern, sagt der Ex-160-Kilo-Koloss.

ProAmHannoverFoto: eichels: Event

Eine Nacht vorher starten die Profis bei dem Rennen und Micha wird nicht nur große Augen machen, sondern auch fleißig mitschreiben. „Ich will mir das ein oder andere abschauen: Wie sitze ich ergonomisch richtig? Wie fahre ich am besten im Windschatten?“

Micha schaut auch jetzt schon bei der Tour de France zu. „Aber es motiviert natürlich viel mehr, wenn ich die Profis vor Ort beobachten und am nächsten Tag gleich meine Spähereien im Rennen anwenden kann.“

 

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