So langsam erkunde ich mein Laufrevier wieder. Wage mich auch mal weiter raus. Über eineinhalb Stunden, wow. Das neue Haus ist fertig im Neubaugebiet, im April war ich zuletzt hier und sah die Baugrube. Die Sonne geht herbstrot über Nebelschwaden auf, war nicht erst Frühling mit zartem Grün? Vieles hab ich dieses Jahr verpasst. Wege sind frisch geschottert, Straßen geteert. Die 20+-Runde hab ich noch gar nicht wieder besichtigt. Egal, ich bin wieder da.
Das erste vorsichtige Intervalltraining hab ich auch hinter mir. Tempogefühl gleich null, aber Spaß dabei.
Vielleicht scheint es etwas früh, aber ich ziehe schon im September Bilanz. Leider hat sich oppelnhoppels Tip nicht bewahrheitet, der mir für diese Saison sogar noch mehr als meine ambitionierten Ziele vorhergesagt hatte.
Die 2.000 Jahreskilometer schaffe ich sicher nicht, aber vielleicht noch bis Ende September 1.000. Das werte ich schonmal als Erfolg.
10er bin ich einen gelaufen, der ging anständig in die Hose. Oder ins Kreuz, wie man will.
Einen Halbmarathon hab ich vor meiner Verletzungspause geschafft, er war als Vorbereitung für das Jahresziel gedacht. Mit satten 1:46 bin ich auch hier ordentlich drüber geblieben.
Also war das Jahr für die Katz? Nein, sicher nicht. Ich werde hier keine tiefschürfenden Gedanken ausbreiten zu Sinn und Zweck ungeplanter Pausen, Entschleunigung und anderem. Nur so viel: in vier Monaten Verletzungspause hatte ich viel Zeit für jede Menge Gedanken, konstruktive und wenig hilfreiche.
Jedenfalls kann ich mir die Planung des nächsten Sainson einfach machen: ich nehme den Plan für 2011 und mache einfach "copy" und "paste".
Den Rest des Jahres arbeite ich an einem gründlichen Wiederaufbau.Mal sehen, das ein oder andere Aufbaurennen nehm ich vielleicht noch mit.













