Tipp der Woche (9): Langläufer wider Willen

Erstellt von: Achim Achilles in Blogs

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Achim Achilles
 
Hat die Dame recht? Sind Läufer wirklich total bescheuert? (Foto: photobucket.com)

Achim Achilles ist kein Trainer, kein Mediziner, kein Psychologe, er ist nicht mal ein guter Läufer – trotzdem beantwortet er jede Woche die drängenden Fragen der Läuferwelt. Diesmal erklärt er, was es mit den langen Laufeinheiten auf sich hat.

Lange Läufe sind die Pest. Sie dauern ewig, tun weh und ruinieren das Wochenende. Wer sonntags früh startet, kommt als Wrack nach Hause und braucht bis Montag, um zu regenerieren. Die Gattin grummelt.

Warum machen Läufer so was? Aus Angst. Angst vor dem Einbruch, dem Aufgeben, Angst vor dem Mann mit dem Hammer oder wie immer man das Ungeheuer nennt, das bei Kilometer 30 auf den Marathonläufer wartet.

Die Distanz von 42 Kilometern ist mit ein paar lockeren Läufchen eben nicht zu absolvieren. Wer seinen Beinen die Heldenstrecke abverlangen will, sollte sie vorher ein paarmal mindestens zu drei Vierteln absolviert haben. Denn der Körper verfügt über eine Erinnerungsfunktion: Hat er während des Wettkamps den Eindruck, diese Laufdistanz schon mal zurückgelegt zu haben, dann läuft er weiter. Ansonsten neigt er zum abrupten Streik. Die Opfer sind bei jedem Marathon zu besichtigen.

 

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