25 Oktober 2010 14:20
Beten und Laufen sind gar nicht so unterschiedlich, wie es auf den ersten Blick den Anschein macht. Das meinen zumindest Forscher der Deutschen
Sporthochschule Köln. Das Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft untersucht seit einigen Jahren, wie sich körperliche Betätigung auf den Geist auswirkt.
In Kooperation mit der Evangelisch Theologischen Fakultät der Universität Bonn konnten die Wissenschaftler der Sporthochschule eine vergleichbare Reaktion bei Gebet und sportlicher Aktivität nachweisen.
Das klingt bei den Forschern dann so: "Sowohl bei Betern als auch bei „Läufern kommt es zu psychophysiologischen Entspannungsprozessen, die sowohl an
objektivierbaren, physiologischen Parametern, als auch in der subjektiven Bewertung der Probanden nachweisbar sind." Vereinfacht gesagt: Laufen entspannt, Beten entspannt auch.
"Beides, Beten wie Laufen, bewirkt spezifische neurophysiologische Veränderungen, die dem Prinzip des Flow sehr nahe kommen“, so Projektleiter Dr. Stefan Schneider. „Im Sinne einer Stressbewältigung kann beides wirken, entscheidend ist jedoch die individuelle Bewertung und die Integration des Erlebten in den Alltag.“
Für weitergehende Untersuchungen sucht das Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaften noch „betende“ Probanden. Diese sollten regelmäßig mindestens 30 Min. beten bzw. Gebetserfahrung haben, von sich selbst sagen, dass sie das Gebet (positiv) beeinflusst und der Idee dieser Untersuchung positiv gegenüberstehen.
„Die Untersuchungen sollen helfen, die positiven Auswirkungen des Gebets auf Körper, Geist und Seele besser zu verstehen und begreiflich machen, dass das
Gebet auch eine körperliche Dimension hat“, so der Projektleiter.
Interessierte Personen können sich melden bei:
Dr. Stefan Schneider, Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft
Tel.: 02 21/ 49 82 75 10
Mail:
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Hinweis: Diese Website verwendet Facebook-Plugins – sind Sie bei Facebook eingeloggt, werden Daten an Facebook übertragen. Mehr Infos dazu gibt es hier.