21 September 2011 08:08
Lauf-News
Der Vorstand der World Marathon Majors (WMM), dem Zusammenschluss der fünf bedeutendsten Marathons weltweit, und von AIMS, der Vereinigung der Internationalen Marathonläufe, positionieren sich gegen einen Beschluss des Internationalen Leichtathletik-Verbandes IAAF. Der Verband hatte Ende August beschlossen, dass Marathonzeiten von Frauen zukünftig nur noch dann als "Weltrekord“ bezeichnet würden, wenn sie in Rennen erzielt wurden, bei denen nur Frauen am Start waren. Wurden sie in einem gemischten Rennen erzielt, solle man von „Weltbestzeit“ sprechen.
WMM und AIMS sind davon überzeugt, dass eine solche Regelung dem Straßenlauf nicht weiterhilft. Sie plädieren im Gegenteil dafür, zwei separate Weltrekorde zu führen: einen für Zeiten, die in Frauenrennen erzielt wurden und einen für solche, die in gemischten Rennen erzielt wurden.
Nach der neuen IAAF-Regel steht der Marathon-Weltrekord der Frauen nicht bei 2:15:25 Stunden, erzielt von Paula Radcliffe (GBR) 2003 in London, sondern bei 2:17:42, ebenfalls von der Britin erzielt 2005 in London.
AIMS und WMM werden weiterhin die bisherige Regelung anerkennen, da die überwiegende Mehrzahl aller Marathons gemischte Rennen sind. Außerdem entspricht die bisherige Regelung der Geschichte des Marathonlaufs, ganz abgesehen davon, dass eine Neuregelung mehr verwirrt als klärt.
WMM und AIMS heißen die Entscheidung der IAAF gut, seit 2003 offiziell Weltrekorde bei Straßenrennen zu führen, womit der Straßenlauf allgemein und der Marathon im Besonderen gefördert werden.
AIMS repräsentiert mehr als 300 Straßenlauf-Veranstaltungen weltweit, zumeist Straßenläufe. Zu den WMM zählen die Marathons von Boston, London, Berlin, Chicago und New York.
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