Lauf-Apps im Test: von Runtastic bis Strava

Sie sehen Ă€hnlich aus, werten Ă€hnliche Daten aus - und doch gibt es feine, aber wichtige Unterschiede: Dubravko Dolic hat verschiedene Lauf-Apps getestet.

FrĂŒher fĂŒhrte der ambitionierte LĂ€ufer sein Trainingstagebuch mit Papier und Bleistift. Heute gibt es Handy-Apps. In der Darstellung auf dem Smartphone unterscheiden sich die Laufportale nicht stark voneinander. Wochen-, Monats- und Jahreskilometer sowie Durchschnittstempo und Kalorienverbrauch sind Standard bei allen Portalen.

Einen Mehrwert liefern die bunten LauftagebĂŒcher nur, wenn sie den LĂ€ufer unterstĂŒtzen, sein Training richtig auszurichten und zu korrigieren. Prognosen ĂŒber Wettkampfzeiten, Streckenplanung oder Vergleiche mit anderen LĂ€ufern sind allerdings noch Ausnahmen.

Die folgende Übersicht zeigt, welches Portal wie viel kann:

Runtastic

Was kann das Portal? Runtastic gehört zu den bekanntesten Lauf-Apps. Highlight ist der mehrfach anwendbare Streckenfilter. Damit lassen sich Suchkriterien kombinieren, um LÀufe nach bestimmten Bedingungen zu filtern - etwa nach Ort, Zeitpunkt oder Dauer des Laufes.

  • Was fehlt? Die Statistiken bleiben auf dem Niveau einfacher Verlaufsgrafiken ĂŒber Dauer, Tempo und Kalorienverbrauch. StreckenverlĂ€ufe lassen sich nachtrĂ€glich nicht bearbeiten. Der Datenimport ist ungenau, die SchĂ€tzung der Strecken unzureichend und die Statistiken sind wenig aussagekrĂ€ftig fĂŒr eine Trainingsvertiefung. Es fehlen zudem Leistungsprognosen und eine Routenplanung.

  • Wer braucht's? Runtastic ist das Einsteigerportal. Man findet sich schnell und unkompliziert zurecht. Wer auf dem Portal einen befreundeten LĂ€ufer sieht, kann diesen per Mausklick anfeuern - ein netter Gag.

  • Was kostet es? Um das Portal umfassend zu nutzen, ist eine Gold-Mitgliedschaft nötig. Diese kostet bei einer Mindestlaufzeit von drei Monaten regulĂ€r 6,63 Euro im Monat. Die TrainingsplĂ€ne können separat erworben werden, ein einfacher Sechs-Wochen-Plan kostet beispielsweise 17,99 Euro.

Endomondo

Was kann das Portal? Endomondo bietet einen Vergleich mit anderen LĂ€ufern. Das Portal zeigt an, wie viel Prozent andere LĂ€ufer schneller sind als man selbst. Die Anzeige kann nach Alter oder Geschlecht gefiltert werden. Damit kann der Anwender seine Leistung besser einordnen.

FĂŒr zahlende Mitglieder bietet Endomondo zudem TrainingsplĂ€ne an.

  • Was fehlt? Bei der Wahl des Kartenmaterials und der angezeigten Statistiken ist Endomondo sparsam. Hier gibt es wenig Besonderes. Das Hochladen der Daten ist Ă€hnlich umstĂ€ndlich wie das Exportieren von Strecken.

  • Wer braucht's? Wer TrainingsplĂ€ne sucht, ist hier richtig. Auch Nutzer mit mehreren Sportarten werden unterstĂŒtzt. Ansonsten hebt sich das Portal wenig von den Mitbewerbern ab.

  • Was kostet es? Endomondo bietet eine Premium Mitgliedschaft fĂŒr 5,99 US-Dollar im Monat an - bei einer Mindestlaufzeit von einem Monat. Die TrainingsplĂ€ne sind inklusive.

Runkeeper

Was kann das Portal? Runkeeper stellt das Soziale in den Vordergrund. Der Anwender bekommt in der Übersicht die LĂ€ufe seiner Freunde zu sehen. Echtes Alleinstellungsmerkmal ist aber die Möglichkeit, Strecken zu bearbeiten. Damit lassen sich Ungenauigkeiten im GPS manuell ausbessern. Das bietet kein anderes Laufportal.

Auch erwÀhnenswert: Alle in Runkeeper vorhandenen Strecken können mit einem Klick komplett heruntergeladen werden.

  • Was fehlt? Auf der Karte fehlt ein Overlay, mit dem beispielsweise das Lauftempo farblich auf der Strecke dargestellt wird.

  • Wer braucht's? Runkeeper macht Spaß, wenn man das Portal mit anderen nutzt. Möchte man eine Strecke nachtrĂ€glich manuell bearbeiten, ist die App die richtige Wahl. Der Fokus des Portals liegt allerdings sehr auf dem US-Markt. Dies macht sich vor allem in der fehlenden deutschen Übersetzung bemerkbar.

  • Was kostet es? Runkeeper bietet eine Elite Mitgliedschaft an. Diese kostet 9,99 US-Dollar im Monat und ist monatlich kĂŒndbar. TrainingsplĂ€ne bietet Runkeeper allen, die ein Abo buchen.

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