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"Läufer können mit Fußballern konditionell nicht mithalten"

Kategorie: Lauf-Training
Geschrieben von: Wendelin Hübner

Rainer Schrey war mehrere Jahre Athletik-Trainer bei Fußball-Bundesligist 1899 Hoffenheim. Im Interview erklärt er, wieso Laufen für den Fußball so wichtig ist, weshalb Profi-Kicker im Trainingslager zu Triathleten werden und warum Läufer nicht als Fußballer taugen.

Rainer Schrey war mehrere Jahre Athletik-Trainer bei Fußball-Bundesligist 1899 Hoffenheim. Im Interview erklärt er, wieso Laufen für den Fußball so wichtig ist, weshalb Profi-Kicker im Trainingslager zu Triathleten werden und warum Läufer nicht als Fußballer taugen.
 
Herr Schrey, bei Fußballern galt Lauftraining lange als verpönt. Ist das immer noch so?
Das mag schon sein, allerdings kommt es immer auch darauf an, wie man das Lauftraining verpackt. Denn Fußball an sich ist ja schon ein Laufspiel, und Fußballer entwickeln allein durch das Spielen eine gute Ausdauer. Für die Trainer ist es deshalb wichtig, dass sie eine gute Mischung zwischen spielerischer und läuferischer Belastung finden, die Belastungen gut dosieren und auf eine gute Grundlagenausdauer aufbauen.
 
Lässt sich aus der zurückliegenden WM ein Trend ableiten, was die athletische Vorbereitung angeht?
Rainer Schrey war mehrere Jahre Athletiktrainer bei Bundesligist 1899 Hoffenheim, wo er Star-Kicker wie Andreas Beck, Demba Ba oder Chinedu Obasi fit machte. Der Sportwissenschaftler wird von Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp für den großen Erfolg des Fußball-Clubs mitverantwortlich gemacht. www.premium-sports-performance.com
Es ist schwer, einen Trend festzustellen, denn momentan liegen noch zu wenige aussagekräftige Daten zur WM vor. Schon vor dem Turnier war aber klar, dass ein hohes läuferisches Vermögen eine Basisvoraussetzung ist für Mannschaften, die um den Titel mitspielen wollen. Damit meine ich aber nicht nur die Gesamtlaufleistung  HYPERLINK "http://www.achim-achilles.de/laufthemen/training/15104-unsere-nationalmannschaft-laeuft-in-suedafrika-einmal-durch-deutschland.html"http://www.achim-achilles.de/laufthemen/training/15104-unsere-nationalmannschaft-laeuft-in-suedafrika-einmal-durch-deutschland.html, die bei der WM im Durchschnitt zwischen zehn und elf Kilometern pro Spiel und Spieler lag, sondern vor allem die dynamischen, explosiven Laufanteile.
 
Was sind „explosive Laufanteile“?
 
Gemeint sind das aggressive und schnelle Erobern des Balles, das schnelle Öffnen von Räumen sowie das schnelle Verdichten in Ballnähe nach Ballverlust – das sind die qualitativen Merkmale, die vor allem das deutsche Team in den meisten Spielen in bewundernswerter Art und Weise zeigte. Hinzu kommen plötzlich und explosiv vorgetragene Dribblings mit Ball, die Spielsituationen schaffen, die der Gegner nicht vorhersehen kann. Das war vor allem bei den Teams zu sehen, die sich in Südafrika unter den vier besten Mannschaften qualifizierten. Denken wir an einen Robben, Özil, Forlan und fast die gesamte spanische Mannschaft!
 
 
Wie trainieren Fußballer ihre Laufstärke?
 
Einige Trainer schwören auf hohe läuferische Anteile, andere wiederum sagen, dass sie alles mit Ball machen. Es scheint viele Wege zum Ziel zu geben. Bei 1899 Hoffenheim haben wir auf einen Weg gesetzt, der grob in drei Phasen abläuft. Das hat in den vergangenen Jahren gut funktioniert.
 
Wie sieht dieser Drei-Phasen-Plan aus?
 
Nach einer langen Saison brauchen die Spieler erstmal eine Erholungsphase, um körperlich und vor allem mental wieder Energie zu sammeln. Danach lege ich in der erste Phase, im Heimtraining, großen Wert auf die Entwicklung einer guten aeroben Grundlage. Der Plan ist auf eine Laufdistanz von zehn bis zwölf Kilometern ausgerichtet, entsprechend der durchschnittlichen Spielbelastung.
 
Sie sprechen von „Heimtraining“. Heißt dass, die Spieler sind für ihr Training erstmal selbst verantwortlich?
 
Nein, diese Phase überlasse ich den Fußballern nicht selbst. Jedem gebe ich eine GPS-Uhr mit in den Urlaub, dazu einen individuell ausgearbeiteten Trainingsplan, basierend auf einer Ausdauerdiagnostik. Nach drei Wochen werden dann beim ersten gemeinsamen Training die Daten der Uhren ausgewertet. Ich kann ganz genau nachvollziehen, wer, wann, wo trainiert hat und wie lange.
 
Hat schon mal ein Kicker seine Uhr einfach daheim gelassen?
 
Nein, das kam noch nie vor. Ob einer auf den Malediven war oder bei der Familie in Ghana – ich konnte immer überprüfen, ob er diszipliniert war.
 
Immerhin könnten die Spieler aber schummeln, indem sie zum Beispiel die Frau mit der Uhr zum Training schicken ...
 
Das würde auffliegen, denn die Herzfrequenz-Daten und die Laufgeschwindigkeiten auf der Uhr müssen mit denen zusammenpassen, die wir vor dem Urlaub gemessen haben. Nach dem Auswerten der Daten gibt es dann eine erste gemeinsame Vorbereitungsphase, oft in Form eines Trainingslagers.
 
Was genau passiert dort?
Bei den meisten Bundesligisten steht dann die allgemeine Kondition im Vordergrund. Mir geht es in dieser zweiten Phase darum, neben Stabilität und Kraft auch die Ausdauerfähigkeit weiterzuentwickeln. Das geschieht durch läuferische Belastungen, etwa durch ruhige Läufe, Triathlon, Biathlon oder Orientierungsläufe, aber auch durch lockere Trainingsspielchen. Hinzu kommen Testpartien gegen unterklassige Gegner, die auch die Grundlagenausdauer verbessern. Die Trainingsumfänge sind dann sehr hoch, die läuferischen Belastungen können bei 80, 90 Kilometern pro Woche liegen. Deshalb ist es wichtig, den Spielern auch Regeneration zu gönnen.
 
Und dann kommt Phase drei.
Genau. Dann rückt der spielerische Akzent mehr und mehr in den Vordergrund. Die Intensität wird erhöht und der Umfang zurückgefahren. Die Klasse der Gegner in den Freundschaftsspielen sowie Schnelligkeit und Schnellkraftbelastungen nehmen zu. In dieser Phase wird die Ausdauer in erster Linie fußballspezifisch weiterentwickelt. Außerdem ist das Trainieren   einer schnellen Regenerationsfähigkeit wichtig. Das geschieht durch ruhige Laufbelastungen von zwei bis vier Minuten zwischen den intensiven fußballerischen Belastungsblöcken und gesonderte Regenerationsläufe.
 
Dann sind die Spieler gewappnet für eine lange Saison. Welche Unterschiede gibt es zwischen Fußball und Langstreckenlauf, was die konditionellen Anforderungen angeht?
Das kann man kaum miteinander vergleichen. Im Langstreckenlauf haben wir es mit relativ gleichförmigen Belastungen und „geringen“ Geschwindigkeiten zu tun. Ausdauer ist im Fußball dagegen nur eine, wenn auch wichtige Komponente im athletischen Leistungskanon. Im Fußball ist  außerdem ist die Wettkampfdichte deutlich höher. Spieler auf höchstem Niveau absolvieren pro Saison 50 bis 60 Spiele. Langstreckenläufer haben deutlich weniger Rennen.
 
Könnte ein gut trainierter Marathonläufer konditionell mit einem Profi-Kicker mithalten?
Auf keinen Fall. Der Läufer würde zum einen das intensive Training mit den extrem hohen Belastungsspitzen, kurzen, explosiven und schnellen Richtungswechseln nur schlecht verkraften, wäre mit der Zweikampfhärte und den oft und schnell wechselnden Belastungen deutlich überfordert. Der Läufer könnte sich, wenn er von einer Zerrung oder gar einem Muskelfaserriss verschont bliebe, am nächsten Tag vor Muskelkater kaum noch bewegen.
 
Und umgekehrt: Könnte ein Fußballer einen Marathon laufen?
Es ist zwar schwer für einen Fußballer, ohne spezielles Training einen Marathon zu laufen, aber es gibt durchaus einige, die dazu in der Lage wären. Diejenigen, die es schaffen könnten, müssten sich aber schon voll verausgaben, denn der Marathon entspricht in etwa der vierfachen Distanz eines Fußballspiels.
 
Warum kommen Fußballer eigentlich so oft mit Übergewicht aus dem Urlaub zurück?
Manche Jungs sind sich nicht ganz darüber im Klaren, dass es einfach anstrengender ist, mit ein, zwei oder auch fünf Kilo mehr im Gepäck zu laufen. Ich demonstriere das oft, indem ich den Spielern einfach das „Zusatzgewicht“ in Form von Gewichtsmanschetten anlege. Da spüren sie schon, wie lästig diese passive Zusatzmasse ist.
 
Hat eine gründliche konditionelle Vorbereitung auch Auswirkungen auf die Psyche?
Zu wissen, dass der Körper stark und den Anforderungen des Wettkampfes gewachsen ist, bringt immer einen entscheidenden mentalen Vorteil. Das ist so, wie wenn ich gut vorbereitet in eine Prüfung gehe. Und im Leben ist es so wie im Alphabet: A wie Arbeit kommt vor E wie Erfolg und einer damit einhergehenden stabilen Psyche.
 
Interview: Wendelin Hübner
Herr Schrey, bei Fußballern galt Lauftraining lange als verpönt. Ist das immer noch so?

Rainer Schrey: Das mag schon sein, allerdings kommt es immer auch darauf an, wie man das Lauftraining verpackt. Denn Fußball an sich ist ja schon ein Laufspiel, und Fußballer entwickeln allein durch das Spielen eine gute Ausdauer. Für die Trainer ist es deshalb wichtig, dass sie eine gute Mischung zwischen spielerischer und läuferischer Belastung finden, die Belastungen gut dosieren und auf eine gute Grundlagenausdauer aufbauen.

Lässt sich aus der zurückliegenden WM (Anmerkung: gemeint ist die WM 2010) ein Trend ableiten, was die athletische Vorbereitung angeht?

Es ist schwer, einen Trend festzustellen, denn momentan liegen noch zu wenige aussagekräftige Daten zur WM vor. Schon vor dem Turnier war aber klar, dass ein hohes läuferisches Vermögen eine Basisvoraussetzung ist für Mannschaften, die um den Titel mitspielen wollen. Damit meine ich aber nicht nur die Gesamtlaufleistung, die bei der WM im Durchschnitt zwischen zehn und elf Kilometern pro Spiel und Spieler lag, sondern vor allem die dynamischen, explosiven Laufanteile.

Was sind „explosive Laufanteile“?

Gemeint sind das aggressive und schnelle Erobern des Balles, das schnelle Öffnen von Räumen sowie das schnelle Verdichten in Ballnähe nach Ballverlust – das sind die qualitativen Merkmale, die vor allem das deutsche Team in den meisten Spielen in bewundernswerter Art und Weise zeigte. Hinzu kommen plötzlich und explosiv vorgetragene Dribblings mit Ball, die Spielsituationen schaffen, die der Gegner nicht vorhersehen kann. Das war vor allem bei den Teams zu sehen, die sich in Südafrika unter den vier besten Mannschaften qualifizierten. Denken wir an einen Robben, Özil, Forlan und fast die gesamte spanische Mannschaft!

Wie trainieren Fußballer ihre Laufstärke?

Einige Trainer schwören auf hohe läuferische Anteile, andere wiederum sagen, dass sie alles mit Ball machen. Es scheint viele Wege zum Ziel zu geben. Bei 1899 Hoffenheim haben wir auf einen Weg gesetzt, der grob in drei Phasen abläuft. Das hat in den vergangenen Jahren gut funktioniert.

"Die Fußballer nehmen eine GPS-Uhr mit in den Urlaub"

 Wie sieht dieser Drei-Phasen-Plan aus?

Nach einer langen Saison brauchen die Spieler erstmal eine Erholungsphase, um körperlich und vor allem mental wieder Energie zu sammeln. Danach lege ich in der erste Phase, im Heimtraining, großen Wert auf die Entwicklung einer guten aeroben Grundlage. Der Plan ist auf eine Laufdistanz von zehn bis zwölf Kilometern ausgerichtet, entsprechend der durchschnittlichen Spielbelastung.

Sie sprechen von „Heimtraining“. Heißt dass, die Spieler sind für ihr Training erstmal selbst verantwortlich?

Nein, diese Phase überlasse ich den Fußballern nicht selbst. Jedem gebe ich eine GPS-Uhr mit in den Urlaub, dazu einen individuell ausgearbeiteten Trainingsplan, basierend auf einer Ausdauerdiagnostik. Nach drei Wochen werden dann beim ersten gemeinsamen Training die Daten der Uhren ausgewertet. Ich kann ganz genau nachvollziehen, wer, wann, wo trainiert hat und wie lange.

Video

 

Hat schon mal ein Kicker seine Uhr einfach daheim gelassen?

Nein, das kam noch nie vor. Ob einer auf den Malediven war oder bei der Familie in Ghana – ich konnte immer überprüfen, ob er diszipliniert war.

Immerhin könnten die Spieler aber schummeln, indem sie zum Beispiel die Frau mit der Uhr zum Training schicken ...

Das würde auffliegen, denn die Herzfrequenz-Daten und die Laufgeschwindigkeiten auf der Uhr müssen mit denen zusammenpassen, die wir vor dem Urlaub gemessen haben. Nach dem Auswerten der Daten gibt es dann eine erste gemeinsame Vorbereitungsphase, oft in Form eines Trainingslagers.

"Im Trainingslager liegen die läuferischen Belastungen bei 80, 90 Kilometern pro Woche"

Was genau passiert dort?

Bei den meisten Bundesligisten steht dann die allgemeine Kondition im Vordergrund. Mir geht es in dieser zweiten Phase darum, neben Stabilität und Kraft auch die Ausdauerfähigkeit weiterzuentwickeln. Das geschieht durch läuferische Belastungen, etwa durch ruhige Läufe, Triathlon, Biathlon oder Orientierungsläufe als teambildende Maßnahmen; aber auch durch lockere Trainingsspielchen und viel Arbeit mit dem Ball. Hinzu kommen Testpartien gegen unterklassige Gegner, die auch die Grundlagenausdauer verbessern. Die Trainingsumfänge sind dann sehr hoch, die läuferischen Belastungen können bei 80, 90 Kilometern pro Woche liegen. Deshalb ist es wichtig, den Spielern auch Regeneration zu gönnen.

Und dann kommt Phase drei.

Genau. Dann rückt der spielerische Akzent mehr und mehr in den Vordergrund. Die Intensität wird erhöht und der Umfang zurückgefahren. Die Klasse der Gegner in den Freundschaftsspielen sowie Schnelligkeit und Schnellkraftbelastungen nehmen zu. In dieser Phase wird die Ausdauer in erster Linie fußballspezifisch weiterentwickelt. Außerdem ist das Trainieren einer schnellen Regenerationsfähigkeit wichtig. Das geschieht durch ruhige Laufbelastungen von zwei bis vier Minuten zwischen den intensiven fußballerischen Belastungsblöcken und gesonderte Regenerationsläufe.

Dann sind die Spieler gewappnet für eine lange Saison. Welche Unterschiede gibt es zwischen Fußball und Langstreckenlauf, was die konditionellen Anforderungen angeht?

Das kann man kaum miteinander vergleichen. Im Langstreckenlauf haben wir es mit relativ gleichförmigen Belastungen und „geringen“ Geschwindigkeiten zu tun. Ausdauer ist im Fußball dagegen nur eine, wenn auch wichtige Komponente im athletischen Leistungskanon. Im Fußball ist außerdem die Wettkampfdichte deutlich höher. Spieler auf höchstem Niveau absolvieren pro Saison 50 bis 60 Spiele. Langstreckenläufer haben deutlich weniger Rennen.

Könnte ein gut trainierter Marathonläufer konditionell mit einem Profi-Kicker mithalten?

Auf keinen Fall. Der Läufer würde zum einen das intensive Training mit den extrem hohen Belastungsspitzen, kurzen, explosiven und schnellen Richtungswechseln nur schlecht verkraften, wäre mit der Zweikampfhärte und den oft und schnell wechselnden Belastungen deutlich überfordert. Der Läufer könnte sich, wenn er von einer Zerrung oder gar einem Muskelfaserriss verschont bliebe, am nächsten Tag vor Muskelkater kaum noch bewegen.

Und umgekehrt: Könnte ein Fußballer einen Marathon laufen?

Es ist zwar schwer für einen Fußballer, ohne spezielles Training einen Marathon zu laufen, aber es gibt durchaus einige, die dazu in der Lage wären. Diejenigen, die es schaffen könnten, müssten sich aber schon voll verausgaben, denn der Marathon entspricht in etwa der vierfachen Distanz eines Fußballspiels.

Warum kommen Fußballer eigentlich so oft mit Übergewicht aus dem Urlaub zurück?

Manche Jungs sind sich nicht ganz darüber im Klaren, dass es einfach anstrengender ist, mit ein, zwei oder auch fünf Kilo mehr im Gepäck zu laufen. Ich demonstriere das oft, indem ich den Spielern einfach das „Zusatzgewicht“ in Form von Gewichtsmanschetten anlege. Da spüren sie schon, wie lästig diese passive Zusatzmasse ist.

"A wie Arbeit kommt vor E wie Erfolg"

Hat eine gründliche konditionelle Vorbereitung auch Auswirkungen auf die Psyche?

Zu wissen, dass der Körper stark und den Anforderungen des Wettkampfes gewachsen ist, bringt immer einen entscheidenden mentalen Vorteil. Das ist so, wie wenn ich gut vorbereitet in eine Prüfung gehe. Und im Leben ist es so wie im Alphabet: A wie Arbeit kommt vor E wie Erfolg und einer damit einhergehenden stabilen Psyche.

Interview: Wendelin Hübner

 

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