Lauf-Trend Barfußlaufen – so funktioniert's

Kategorie: Lauf-Training
Geschrieben von: Wendelin HĂŒbner
Zwei Frauen laufen barfuß am Strand

Kein Sport ist so simpel wie das Laufen. Dennoch wird Freizeitsportlern regelmĂ€ĂŸig gesagt: Ihr lauft falsch! Achim-Achilles.de stellt Laufschulen vor, die besseres Laufen versprechen. Dieses Mal: Barfußlaufen.

Schuhe aus und raus - Barfußlaufen liegt im Trend. Federleicht, verbunden mit der Erde. Barfußlaufen verspricht den natĂŒrlichen Laufstil unserer Vorfahren zu imitieren. Daher firmiert diese Laufschule auch unter "Natural Running". Wer in Schuhen lĂ€uft, prallt vor allem mit den Fersen auf; barfuß liegt die Belastung dagegen eher auf Vor- und Mittelfuß. Der Fuß federt so den ersten Aufprall ab, das Knie wird weniger stark belastet als beim SchuhtrĂ€ger. Wer unten ohne lĂ€uft, stĂ¶ĂŸt aber auf Schotterwegen oder pieksendem Waldboden an seine Grenzen. Daher schlĂŒpfen viele LĂ€ufer in spezielle Barfußlaufschuhe, die den Fuß wie eine zweite Haut schĂŒtzen. Fortgeschrittene BarfußlĂ€ufer vertrauen hingegen auf ihre Hornhaut.
 
Was bringt's?
 
Untersuchungen der UniversitĂ€t der Bundeswehr MĂŒnchen haben ergeben, dass Laufen mit Barfußlaufschuhen die Fußmuskulatur um 30 Prozent mehr krĂ€ftigt als das Laufen in normalen Laufschuhen. Zudem traten bei den Probanden in Barfußlaufschuhen in einem zwölfwöchigen Trainingsprogramm keinerlei Überlastungsverletzugen auf. "Barfußlaufen krĂ€ftigt die FĂŒĂŸe besser als jede andere Übung und schĂŒtzt so vor Fußfehlstellungen und allerlei Laufverletzungen", sagt Laufexperte und Barfußlauf-Pionier Matthias Marquardt zu SPIEGEL ONLINE.
Wer macht's?
 
Das Barfußlaufen oder das Laufen in Barfußlaufschuhen eignet sich fĂŒr jeden LĂ€ufer. Sportmediziner Lutz Graumann rĂ€t jedoch LĂ€ufern mit einer Arthrose des Großzehengrundgelenks vom Barfußlaufen ab: "Die vermehrte Bewegung vergrĂ¶ĂŸert auch den Arthrose-Schmerz." Wie bei allen neuen Trainingsformen sollte man auch beim Barfußlaufen Dauer und IntensitĂ€t zunĂ€chst langsam steigern. AnfĂ€nger sollten allerhöchstens 30 Minuten und nur zwei Mal pro Woche barfuß laufen. "Am geeignetsten ist ein weicher Boden. Ideal sind kurze Strecken am Strand oder auf Rasen", sagt Matthias Marquardt. Empfehlenswert ist außerdem, mindestens einmal pro Woche ein kleines Lauf-ABC barfuß zu absolvieren.
 
Buchtipp: Dr. Matthias Marquardt: natural running - Schneller, leichter, schmerzfrei. Spomedis Verlag, 19,95€.
 
Kostenlose Barfußlauf-TrainingsplĂ€ne von Matthias Marquardt gibt es auf Achim-Achilles.de

Von Wendelin HĂŒbner

Schuhe aus und raus – Barfußlaufen liegt im Trend. Federleicht, verbunden mit der Erde. Barfußlaufen verspricht den natĂŒrlichen Laufstil unserer Vorfahren zu imitieren. Daher firmiert diese Laufschule auch unter "Natural Running".

Wer in Schuhen lĂ€uft, prallt vor allem mit den Fersen auf; barfuß liegt die Belastung dagegen eher auf Vor- und Mittelfuß. Der Fuß federt so den ersten Aufprall ab, das Knie wird weniger stark belastet als beim SchuhtrĂ€ger. Wer unten ohne lĂ€uft, stĂ¶ĂŸt aber auf Schotterwegen oder pieksendem Waldboden an seine Grenzen. Daher schlĂŒpfen viele LĂ€ufer in spezielle Barfußlaufschuhe, die den Fuß wie eine zweite Haut schĂŒtzen. Fortgeschrittene BarfußlĂ€ufer vertrauen hingegen auf ihre Hornhaut.

Was bringt's?

Untersuchungen der UniversitĂ€t der Bundeswehr MĂŒnchen haben ergeben, dass Laufen mit Barfußlaufschuhen die Fußmuskulatur um 30 Prozent mehr krĂ€ftigt als das Laufen in normalen Laufschuhen. Zudem traten bei den Probanden in Barfußlaufschuhen in einem zwölfwöchigen Trainingsprogramm keinerlei Überlastungsverletzugen auf. "Barfußlaufen krĂ€ftigt die FĂŒĂŸe besser als jede andere Übung und schĂŒtzt so vor Fußfehlstellungen und allerlei Laufverletzungen", sagt Laufexperte und Barfußlauf-Pionier Matthias Marquardt.

Wer macht's?

Das Barfußlaufen oder das Laufen in Barfußlaufschuhen eignet sich fĂŒr jeden LĂ€ufer. Sportmediziner Lutz Graumann rĂ€t jedoch LĂ€ufern mit einer Arthrose des Großzehengrundgelenks vom Barfußlaufen ab: "Die vermehrte Bewegung vergrĂ¶ĂŸert auch den Arthrose-Schmerz." Wie bei allen neuen Trainingsformen sollte man auch beim Barfußlaufen Dauer und IntensitĂ€t zunĂ€chst langsam steigern.

AnfĂ€nger sollten allerhöchstens 30 Minuten und nur zwei Mal pro Woche barfuß laufen. "Am geeignetesten ist ein weicher Boden. Ideal sind kurze Strecken am Strand oder auf Rasen", sagt Matthias Marquardt. Empfehlenswert ist außerdem, mindestens einmal pro Woche ein kleines Lauf-ABC barfuß zu absolvieren.

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