AOK-Heldenstaffel: Laufen ohne Grenzen

Geschrieben von: Piet Könnicke

Ein Format, das die Laufveranstaltungen in Potsdam und Brandenburg 2017 bereicherte, waren die AOK-Heldenstaffeln. Die Idee wurde von der AOK Nordost gemeinsam mit Michael Klotzbier ins Leben gerufen: Laufen mit Menschen in schwierigen Lebenssitutationen. Ein RĂĽckblick.

Der 37-Jährige Micha Klotzbier aus Berlin bekam für seine Geschichte, es vom einstigen adipösen 160-Kilo-Mann zum Marathon-Läufer geschafft zu haben, aus ganz Deutschland Feedback und Anerkennung. Gleichzeitig erzählten die Menschen ihre eigenen Geschichten, sodass die Idee der Heldenstaffel entstand.

Die AOK-Heldenstaffel: Für Menschen, die Bemerkenswertes geschafft haben. Die wie Micha Klotzbier abgenommen oder mutig gegen eine Krankheit gekämpft haben oder es aus einer schwierigen Lebenssituation geschafft haben – und denen Sport dabei geholfen hat und künftig ein Begleiter sein soll.

Unbeschreibliche GlĂĽcksmomente

So kamen in diesen Staffeln 2017 tolle Menschen zusammen:

Thomas Heger, der das Down-Syndrom hat und dem das Laufen unbeschreibliche GlĂĽcksmomente verschafft.

Peer Hartwig aus Kleinmachnow, der beim Potsdamer Schlösserlauf in der Heldenstaffel lief, um als Angehöriger eines krebskranken Familienmitgliedes auf die Bedeutung von Vorsorgeuntersuchungen aufmerksam zu machen.

Oder „Löwenkind“ Laurin Wendland, der mit 13 Jahren an Lymphdrüsenkrebs erkrankte und den bei seinem Kampf gegen den Tumor die Hoffnung begleitet hat, seinen geliebten Sport wieder machen zu können.

Da ist Karin Dahlheimer, die an Vitiligo, der Weißfleckenkrankheit leidet. „Ich weiß, ich bin mit dieser Krankheit nicht alleine und ich bin mir im Klaren, dass es viel größeres Leiden gibt“, sagt sie. „Und dennoch bin ich für mich ein kleiner Held, weil ich gelernt habe, mit der Krankheit umzugehen, mich nicht verstecke und wieder selbstbewusst bin.“

Mit ihrer Heldengeschichte fand die 53-Jährige Platz in einer der zwei AOK-Heldenstaffeln, die Ende Oktober beim Frankfurt-Marathon liefen.

Menschen trotz eines Handicaps bewegen

Und da ist Sibylle Glässer aus Teltow, mit der Heldenstaffel beim Teltowkanal-Halbmarathon dabei, der nach einem Schlaganfall im Sommer das Laufen half, auf Kurs zu bleiben.

Und da ist Jürgen Müller, der in der ersten Heldenstaffel am Start war und durch dieses Erlebnis gar nicht mehr aufhören wollte zu laufen, sodass er im September am Berlin-Marathon teilnahm. Auch 2018 wird es AOK-Heldenstaffeln geben, bei denen es darum geht, gemeinsam einen Lauf zu erleben und die Kraft des Laufens kennenzulernen.

Die erste Heldenstaffel wird es 2018 im März beim „Lauf rund um Mürggeltum“ geben – mit Bezug zum Welt-Down-Syndrom Tag. Bereits 2017 waren beim Müggelturm-Lauf 20 Helden-Läufer dabei. Sie kamen aus den Lichtenberger Werkstätten für behinderte Menschen, die bei dem Lauf so viel Spaß hatten, dass sie bereits gefragt haben, ob sie im kommenden März wieder dabei sein können.

Selbstverständlich. Die Heldenstaffeln sollen ja vorrangig eines schaffen: Menschen zum Laufen trotz oder gerade wegen eines Handicaps bewegen, um ihnen zu zeigen, wie hilfreich und auch verbindend der Sport sein kann.

 

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