Acht Fehler, die du auf dem Laufband nicht begehen solltest

Kategorie: Lauf-Training
Geschrieben von: Namri Dagyab

Da stehst du also, auf dem Laufband, das hoffentlich bald dein neuer bester Freund ist. Damit ihr eine innige Sportbeziehung aufbauen könnt, hier ein paar klitzekleine Tipps, welche Fehler man nicht auf dem Laufband machen sollte. Glaubt mir, ich spreche aus Erfahrung.

Diese acht Fehler, solltest du beim Laufbandlaufen nicht begehen:

1. Unvorbereitet aufs Laufband

Das Lauftraining zu unterbrechen, ist schlecht fĂŒr den Rhythmus. Beginne deinen Lauf auf der Maschine also gut vorbereitet, denn du wirst (im besten Fall) ja eine Stunde oder mehr auf dem Laufband verbringen. Verstaue deine Trinkflasche, dein Handtuch, oder deine Musik einfach in/auf den dafĂŒr vorhergesehenen AblageflĂ€chen. So sparst du dir das Absteigen, wenn es dir drinnen mal heiß und stickig wird und der Schweiß lĂ€uft - und hast keine Ausrede mehr, den Lauf verfrĂŒht zu beenden.

2. Immer dasselbe Laufprogramm

In dem legendĂ€ren Film „Und tĂ€glich grĂŒĂŸt das Murmeltier“ erlebt Bill Murray ein und denselben Tag wieder und wieder. So Ă€hnlich sieht es bei einigen LĂ€ufern auch aus. Egal ob auf dem Laufband oder in der freien Wildnis. Jeder Lauf findet auf derselben Strecke, in der derselben Geschwindigkeit und in denselben Schuhen statt. Manchmal sogar in denselben Socken.

Als passionierter LĂ€ufer weiß ich selbst, wie beruhigend Routine bei Workouts sein kann, wie wichtig aber auch Abwechslung ist. Vor allem auf dem Laufband, wo es immer nur in eine Richtung geht und es keine Kurven gibt, die andere Teile der Lauf-Muskulatur beanspruchen.

Deshalb: Nicht immer das gleiche Laufprogramm auf dem Laufband abspulen, sondern auch mal Geschwindigkeit und Steigung variieren. DafĂŒr sind schließlich die Knöpfe des GerĂ€ts da. Trau dich.

3. Planlos laufen

Ich beobachte immer wieder, dass LĂ€ufer auf das Band steigen, ihre WohlfĂŒhlgeschwindigkeit wĂ€hlen und dann ihre "Runden" drehen. Das mag einige Wochen gut gehen, aber der Motivationsabfall ist vorprogrammiert, so dass man nur noch widerwillig auf das Laufband steigt.

Deshalb nehme ich mir vor jedem Lauf vor, egal ob draußen oder drinnen, was ich heute trainieren möchte. Das kann der gemĂŒtliche lange Lauf, aber auch ein knallhartes Intervall-Training sein. Dieses "Laufen mit Plan" ist mir vor allem im Winter wichtig, weil ich dann wetterbedingt hĂ€ufiger auf dem Laufband laufe, um fĂŒr meine Umgebung genießbar zu bleiben.

4. Mit zu schneller Geschwindigkeit laufen

Vor gut zwei Jahren habe ich begonnen, regelmĂ€ĂŸig auf dem Laufband zu laufen. Um meine Trainingsfortschritte bloß nicht zu gefĂ€hrden, wĂ€hlte ich anfangs dieselbe Laufgeschwindigkeit, wie ich sie von Draußen-LĂ€ufen gewohnt war.

Blöd nur, dass ich mich dermaßen unsicher auf dem GerĂ€t fĂŒhlte, dass ich unbemerkt meinen Laufstil verschlechterte: Ich lief mit gebĂŒckter Körperhaltung, mein Armschwung war unnatĂŒrlich nah am Körper. Und außerdem hatte ich meine SchrittlĂ€nge deutlich verlĂ€ngert.

Was tun? Ich wĂ€hlte einfach eine niedrigere Geschwindigkeit auf dem Laufband. Dadurch fĂŒhlte ich mich so sicher auf dem Laufband, dass ich nicht stĂ€ndig auf meine FĂŒĂŸe herunterschauen brauchte. Nach mehreren Einheiten tastete ich mich langsam an mein normales Trainingsprogramm heran.

5. Ohne Steigung trainieren

Letzten Winter begann ich mit dem Training fĂŒr den Runatolia Halbmarathon in der TĂŒrkei und wollte eine 1:30h laufen. Mit Ausnahme der Wochenenden habe ich fast alle Trainingseinheiten dafĂŒr auf dem Laufband heruntergeschrubbt. Was ich nicht berĂŒcksichtigt hatte war, dass ich aufgrund des sich bewegenden Laufbands weniger Kraft beim Laufen benötigte.

Anders ausgedrĂŒckt: Um auf dem Laufband eine Zeit von 6 Min/km zu laufen, brauche ich weniger Kraft, als es beim Draußen-Lauf der Fall ist. Das Ende vom Lied war, dass ich beim Wettkampf fĂŒr den Fehler zahlen musste und ĂŒber 5 Minuten langsamer war als erhofft.

Also, lernt aus meinem Irrtum: Stellt eine Steigung von 1-1,5% auf dem Laufband ein, um den Draußenlauf konditionell gesehen besser simulieren zu können.

6. Nicht hart genug trainieren

Nur weil man auf dem Laufband und nicht draußen lĂ€uft, heißt das noch lange nicht, dass man nicht richtig trainieren braucht. FĂŒr einige LĂ€ufer ist das Laufband eine Art Notnagel, auf den man nur ausweicht, wenn das Wetter draußen nicht so dolle ist. Aber anstatt das Trainingsprogramm abzuspulen, entscheidet man sich fĂŒr eine WohlfĂŒhlgeschwindigkeit.

Keine Angst, das Laufband hĂ€lt harte Einheiten schon aus. Auf dem Laufband gehört genauso knallhart trainiert wie beim Draußen-Lauf.

7. Laut lÀrmend laufen

„Boom, Boom, Boom, I want you in my room“ sangen die Vengaboys in den 90er Jahren auf den JahrmĂ€rkten der Republik. Das will aber (auch) beim Laufbandlaufen keiner hören. Doch immer noch sehe ich, wie manche Sportskanonen dermaßen laut auf dem Laufband unterwegs sind, dass es dem Vengaboys-Boom verdĂ€chtig nahe kommt.

Und dass ich mich frage, wie die Knöchel das ĂŒberhaupt aushalten. Zum GlĂŒck gibt es LaufbĂ€nder mit einer „Cushion Flex Shock Absorption Technologie“ (CFSA). Klingt „crazy“, aber diese Technologie dĂ€mpft die GerĂ€usche und sorgt gleichzeitig fĂŒr gelenkschonendes Training.

8. Kopf verdrehen

Egal ob Netflix zu Hause oder Eurosport im Fitnessstudio, beim Laufbandlauf tut eine TV-Abwechslung manchmal richtig gut. Aber achtet darauf, dass ihr dabei euren Hals nicht so verdreht, dass ihr hinterher Nackenschmerzen habt.

 

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