Warum Functional Training als Ausgleich fĂŒr LĂ€ufer wichtig ist

Jeder LĂ€ufer kennt die typischen Probleme: Tempo und Pace stagnieren nach einiger Zeit, der Körper lĂ€sst sich alleine mit dem Lauftraining nicht so formen wie gewĂŒnscht oder aber Verletzungen zeichnen sich an untertrainierten Muskeln wie dem unteren RĂŒcken ab. Functional Training kann da helfen.

Das alles sind die klassischen Probleme, die ihren Ursprung in zu einseitigem Training haben. Zwar fordert Laufen einen großen Teil des Bewegungsapparates, aber nicht in gleichen Maßen.

Vor allem lĂ€ngere Ausdauereinheiten sind stark darauf ausgelegt, elastische rote Muskelmasse zu fördern. Das ist gut fĂŒr lĂ€ngere Distanzen, aber bereits beim Bolzen am Wochenende zeigen sich die Grenzen fehlender, weißer Muskulatur.

Das alles sind keine schwerwiegenden Probleme und jeder ambitionierte LĂ€ufer kann körperliche Defizite problemlos ausgleichen. Der SchlĂŒssel liegt im Ausgleichstraining.

Das dĂŒrfte fĂŒr die meisten LĂ€ufer nach ernĂŒchternden Stunden im Fitnessstudio klingen. Doch wie Functional Training beweist, kann Muskeltraining auch spaßig, dynamisch und aktiv sein.

Was funktionelles Training von Krafttraining unterscheidet

Functional Fitness hat in den letzten Jahren durch den Boom von Calisthenics und CrossFit auch hierzulande einen echten Schub erhalten. Es ist einer der Fitnesstrends, die zwar nie ganz tot waren, aber in den letzten Jahren auch fĂŒr die breitere Öffentlichkeit attraktiv wurde.

Ganz klassisches Krafttraining im Fitnessstudio war (und ist) hĂ€ufig auf eine Isolation der Muskulatur ausgelegt. Wenn etwa der Bizeps arbeiten soll, dann ruht der Rest des Körpers und wird sogar fixiert. Es soll verhindert werden, dass HĂŒfte und Schulter am Gewichtheben beteiligt sind. Diese Art des Bodybuildings sorgt fĂŒr wohl definierte, krĂ€ftige Muskeln, hat allerdings einige entscheidende SchwĂ€chen.

Da gerade die koordinative Muskulatur von der Arbeit ausgeschlossen wird, lĂ€sst sich die Kraft kaum in die RealitĂ€t ĂŒbertragen. Ein Sportler mag 200 Kilogramm an der Beinpresse stemmen können, ohne merklich höhere SprĂŒnge zu machen.

Anders macht es etwa Training mit freien Gewichten wie Langhanteln, dies ist der erste Schritt in Richtung funktionellen Trainings. Der Körper leistet die Ausgleichsarbeit hier selbst. Auch klassische Übungen wie KlimmzĂŒge oder LiegestĂŒtz sind Functional Fitness, denn sie fordern eine Vielzahl an Muskeln und stĂ€rken nicht die rohe Kraft, sondern auch das Zusammenspiel des gesamten Bewegungsapparates.

Functional Fitness setzt auch teilweise GerÀte ein, die eine ganz besondere Art des Workouts erlauben.

Das macht Functional Fitness so attraktiv

Ein Punkt ist fĂŒr funktionelles Training sehr wichtig, die Dynamik.

Nur die notwendige Dynamik gewĂ€hrleistet, dass eine Übung wirklich große Teile des Körpers gleichmĂ€ĂŸig trainieren kann. Entsprechende Gewichte fĂŒr funktionelles Training können hier etwa MedizinbĂ€lle (inzwischen auch liebevoll Medballs abgekĂŒrzt) sein oder aber die Kettlebell (ehemals Kugelhantel).

Training mit der Kettlebell unterscheidet sich vom klassischen Hanteltraining, weil die Grundlage eines jeden Workouts der Kettlebell Swing ist. Dies ist eine dynamische Technik, bei der das Gewicht vor den Körper geschwungen wird. WÀhrend Schultern und Arme das Kugelgewicht heben, dass durch die Schwungmasse noch schwerer wird, stemmen die Beine die Aufrichtung.

WĂ€hrenddessen arbeitet der untere RĂŒcken gegen das Gewicht, um den Körper aufrecht zu halten. So fordert alleine diese BasisĂŒbung viel Geschick und schult Kraft, Koordination und dank der IntensitĂ€t auch das Herz-Kreislaufsystem. Anders als reine Muskelarbeit kann diese Form des Trainings direkt in den Sport ĂŒbersetzt werden und wird daher als funktional bezeichnet.

Auch das Training mit dem Medball, Übungen wie Squats mit Slam oder enge Push Ups auf dem Pall machen scheinbar einfache Übungen anspruchsvoll und bringen Variation in jede Wiederholung.
Gerade diese Abwechslung ist es, die viele Sportler beim Functional Training so schÀtzen. Anders als eine wöchentliche ErgÀnzungseinheit im Fitnessstudio erfordert Functional Fitness nicht viel Zeit. Im Gegenteil, die

Wenige Minuten reichen aus

Selbst wenn das Laufen der Mittelpunkt des Trainingsalltags ist, brauchen funktionelle Einheiten zur Stabilisierung nicht viel Zeit. Vor allem Schwachpunkte wie der RĂŒcken lassen sich so bequem trainieren. Mit den speziell dafĂŒr ausgelegten FitnessgerĂ€ten von Gorilla Sports beispielsweise können LĂ€ufer kurze Workouts zur tĂ€glichen Gewohnheit machen oder an allzu stĂŒrmischen Tagen, daheim ein Intervalltraining vor dem Fernseher machen.

Doch nicht nur SchwÀchen lassen sich mit funktionellem Training ausgleichen, auch zur Arbeit an den eigenen StÀrken ist Functional Fitness bestens geeignet. Reinem Lauftraining sind beim Muskelaufbau Grenzen gesetzt und Extrembelastungen wie Halbmarathon, Marathon oder Wettkampf sollten auch muskulÀr entsprechend vorbereitet werden.

Eine fĂŒnfzehnminĂŒtige Einheit mit dem Battlerope ist hier oftmals effizienter als eine weitere Laufeinheit im Wald.

Functional Training ist mehr als nur funktional

Functional Fitness erfĂŒllt ganz klar seine Funktion. Diese Form des Trainings schult die StabilitĂ€t im Körperkern und arbeitet nicht nur an einzelnen Muskelgruppen, sondern stĂ€rkt jedes Gelenk vom Knöchel bis zum Knie. Anders als mit gefĂŒhrten Gewichten, wissen Sportler nie genau, wie der Schwung der Kettlebell ausfĂ€llt, wie sehr das Battlerope zieht oder wie die HĂ€nde auf dem Medizinball zittern.

Keine Einheit ist wie die vorige, keine Wiederholung gleich. DafĂŒr hat das Training einen gewissen Schwung, eine dynamische Geschwindigkeit und beteiligt den ganzen Körper. Das macht nicht nur mehr Spaß als stupides Bleipressen, sondern lĂ€sst sich dank viel kompakterer GerĂ€te auch bequem in den Alltag integrieren. Ob nun zur StĂ€rkung, zur Stabilisierung oder einfach nur zum Spaß – Functional Fitness ist ein Trend, der bleibt.