Laufen und Lust (E-Book)

Geschrieben von: Julia Schweinberger

Laufen und Lust (E-Book)

In zehn Schritten zu mehr Spaß am Leben

Gut fĂŒr: Spaß am Bewegen, gute Laune

Geeignet fĂŒr: Jogger, Lauf-AnfĂ€nger, Wieder-Einsteiger

Preis: 3,99 €.

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Gute VorsĂ€tze halten rund zwei Wochen, dann bestimmt die Fernbedienung unser Leben. Und die Laufschuhe liegen in der Ecke. Dabei ist Joggen die einfachste Sache der Welt. Man muss es nur tun. WunderlĂ€ufer Achilles sagt: „Zieh was durch – ein einziges Mal!“. Geh laufen.

Nichts als Baustellen. Keller aufrĂ€umen, Schreibtisch, Beziehung. Mal wieder was mit den Kindern unternehmen. Mutti anrufen. Der Rechner ist eine einzige Halde von DatenmĂŒll. „MĂŒsste“, „könnte“, „sollte“ sind unsere meist gebrauchten Verben. Nichts muss, alles kann, deswegen wird auch kaum was fertig. Das Leben als Handvoll loser Enden. Lieber nicht so doll ziehen. Sonst kommt ein Monster aus dem Busch.

Anders als die meisten Dinge im Leben ist Laufen eine extrem ĂŒbersichtliche Sache. Kaum ein Sport erfordert weniger Talent, weniger Vorkenntnisse, ist so leicht zu durchblicken. Wer kontinuierlich trainiert, wird ausdauernder und schneller und dĂŒnner. Frische Luft und Bewegung fĂŒhren zu mehr Sauerstoff im Körper, was zum Beispiel mehr KreativitĂ€t und weniger Depression bedeutet.

Ernstes Laufen erfordert ein Bekenntnis

Jeder Lauf hat einen Anfang, ein Ende und einen Weg dazwischen, ganz egal, ob es sich um den New York Marathon dreht oder die fĂŒnf Kilometer von Bad Bevensen. Das Prinzip ist immer gleich und von erschreckender VerstĂ€ndlichkeit, auch die negativen Aspekte. Wer ĂŒbertreibt, wird sich verletzen . Und wer stĂ€ndig neue Ausreden erfindet, warum gerade heute ein schlechter Tag fĂŒr eine kleine Trainingseinheit ist, der muss sich einen anderen Zeitvertreib suchen.

Ernstes Laufen erfordert ein Bekenntnis, ein klares: „Ich zieh’ das jetzt durch.“

Wer nicht völlig außer Form oder ernsthaft krank ist, kann zum Einstieg ein simples 12-Wochen-Programm absolvieren: dreimal die Woche 30 bis 45 Minuten entspanntes Üben und als Finale ein kleiner Test, mal drei Kilometer am StĂŒck laufen, allein oder beim Volkslauf mit anderen. Keine Angst: Die Gefahr zu verlieren, ist gering. Es gibt immer Langsamere. Und jeder, der ins Ziel kommt, hat gewonnen.

Der Coach gewohnte Mensch möchte natĂŒrlich wissen, mit welchen Tricks, welchen BĂŒchern oder Methoden man den Inneren Schweinehund bĂ€ndigen kann, den Unwillen, die innerliche Unlust. Die Antwort: gar nicht. Aufstehen im Dunkeln fĂ€llt allen Menschen gleich schwer. Wir sind viel zu schlau, als dass wir uns mit Psycho-Tricks umprogrammieren ließen, um fortan mit einem Lachen aus dem Bett zu springen.

Na, du alte Sau, willst du mich schon wieder Àrgern?

Einziger Trick: Den Schweinhund nicht so ernst nehmen, ihn stattdessen in einen freundschaftlichen Dialog verwickeln: Na, du alte Sau, willst du mich schon wieder Àrgern? Hau einfach ab! Du kriegst mich sowieso nicht.

Die kleine Kunst, die von jedem Lauf-AnfĂ€nger verlangt wird, ist kluges Erwartungs-Management. Es gilt die Regel: Viele kleine realistische Ziele sorgen fĂŒr Spaß, Stolz und Zufriedenheit; ein gigantisches Vorhaben dagegen scheitert ganz schnell und schafft lange Frust. Aber Achtung: Es gehört viel Demut dazu, sich ĂŒber 300 gerannte Meter am StĂŒck zu freuen, wenn man im Restleben gewohnt ist, tĂ€glich Maximalziele zu formulieren, ohne sie je einzuhalten.

Es ist hilfreich, die ersten Laufversuche allein zu unternehmen. Erstmal kein Besuch im FachgeschĂ€ft, nicht viel Literatur, keine HörbĂŒcher oder gar TrainingsplĂ€ne und Vitaminbomben. Einfach irgendwelche Sportklamotten aus dem Schrank gekramt, eine ruhige Ecke des Parks in der AbenddĂ€mmerung finden und ganz vorsichtig getrabt.

Fast alle AnfÀnger beginnen zu schnell

SpĂŒren, was geschieht. Was tut weh? Wo fĂŒhlt es sich gut an? Es ist ĂŒberhaupt keine Schande zu gehen. Nur eben nicht stehen bleiben. Dann wieder traben, provozierend locker. Fast alle AnfĂ€nger beginnen zu schnell. Was folgt, sind Atemnot, rote Birne, sofortige Unlust. Es ist aber gar nicht Sinn eines Trainings, sich komplett kaputt zu machen.

Eine perfekte Übungseinheit ist vielmehr wie ein gutes Essen. Hinterher herrscht dieses wohlige GefĂŒhl von „Fast genug“. Eigentlich hĂ€tte man noch weitermachen können. Nur, wenn am Ende Restlust bleibt, stehen die Chancen gut, dass man sich zwei Tage spĂ€ter wieder aufrafft, vielleicht sogar im Nieselregen.

Kleiner Hinweis noch: Der Körper vergisst Reize nach 72 Stunden. Wer sich also nicht mindestens jeden dritten Tag bewegt, der kann es auch gleich lassen.

Achim Achilles Laufen und Lust Cover

Mehr wertvolle Tipps zum genussvollen Joggen gibt es in dem neuen E-Book von Achim Achilles: Laufen & Lust – in zehn Schritten zu mehr Spaß am Leben.

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