New Balance Fresh Foam 1080 im Test: "Dieser Schuh lohnt sich"

Geschrieben von: David Bedürftig | Bezahlte Kooperation mit New Balance

Was kann der neue Fresh Foam von New Balance wirklich? Lauftraining, Design und Preis-Leistungs-Verhältnis – unsere drei Tester haben den Fresh Foam 1080 vier Wochen genau unter die Lupe genommen. Hier kommt ihr Fazit.

Die Tester sollten die Schuhe auf Herz und Nieren überprüfen und ihre Eindrücke nach vier Wochen dokumentieren. Hersteller New Balance wirbt mit einer Fresh-Foam-Zwischensohle, atmungsaktivem und nahtfreiem Engineered-Mesh-Obermaterial für ein leichtes Tragegefühl und maximaler Dämpfung.

Aber wie macht sich der Fresh Foam 1080 beim Lauftraining wirklich? Wie empfinden die Tester die Dämpfung? Und wie gefallen Style und Design? Unsere drei Leser Sarah, Jan und Malte haben ihr Fazit gefällt:

image-2018-04-10Maltes erster Lauf mit dem New Balance Fresh Foam 1080 (Foto: Malte Noß)

Malte: "Der Außenstoff fühlt sich wertig an"

Malte Noß, 37 Jahre, Laufpensum: Dreimal die Woche (eine kurze mittelschnelle Einheit 8-10 Kilometer, ein Intervall über etwa 10-12 Kilometer, ein langer Lauf über 12-20km). Halbmarathon Bestzeit: 1:40:41.

Unboxing

Das Blau ist etwas greller als auf Bildern aber trotzdem schön. Mir gefallen die dynamische Form, das Wabenmuster auf der Außenseite der Sohle und das Muster unter der Sohle. Der Außenstoff fühlt sich gut und wertig an, die Sohle kommt mir aber sehr steif vor.

Beim ersten Probieren spüre ich leichten Druck an der Außenseite des Vorfußes, was allerdings nach kurzer Zeit verschwindet. Die Ferse sitzt sehr locker.

Lauftraining

Beim ersten Lauf lege ich gleich 14 Kilometer zurück, die sich gut anfühlen. Nichts drückt oder reibt unangenehm. Die Dämpfung ist gut – aber die Stabilität ist zu viel für meinen Geschmack und das Gefühl für den Boden zu gering.

Screenshot 2018-03-28-23-14-33

"Sehr bequem für lange Läufe"

Als nächstes laufe ich ein paar Intervalle, dann einen schnellen Lauf über 12 km und zwei lange Läufe über 17 und 21 Kilometer. Ich merke: Mir ist der Fersenbereich zu weit. Aber: Der Stoff fühlt sich gut an und ist dichter als erwartet, was ich gut finde. Nicht mein schnellster Schuh, aber sehr bequem für lange Läufe.

Gesamtfazit

Mit 160 Euro finde ich den Schuh zu teuer, 120 Euro würde passen. Das Material ist noch top, zeigt so gut wie keine Abnutzung. Gut finde ich, dass der Schuh sich leicht anfühlt und sehr bequem ist.

Allerdings hat er wenig "Feel", die Sohle ist zu steif, weshalb er für mich für schnelle Läufe und Wettbewerb ungeeignet ist. Für lange gemütliche Läufe aber top. Ich fände eine weniger weite Ferse und ein etwas dunkleres Blau schöner. Die Größe passt super, fällt nicht zu klein/groß aus.

Schulnote

2-

 

Sarah: "Interessantes Design, 'weich' am Fuß"

Sarah Baumann, 23 Jahre, Laufpensum: Dreimal die Woche, verschiedene Distanzen. Ziel: Halbmarathon im Juni in Norwegen.

Unboxing

Beim Auspacken sofort der erste gute Eindruck: Der Fresh Foam 1080 sieht einfach super aus! Die Schuhe sind nicht zu knallig, aber dennoch macht das Neon-Orange das Design interessant.

Auffallend ist die sehr hohe Sohle – die Schuhe scheinen schon äußerlich eine gute Dämpfung zu haben! Wie viele Laufschuhe fallen auch die NB Fresh Foam 1080 sehr klein aus. Außerdem sind sie leichter, als sie aussehen. Beim Tragen empfand ich sie als sehr „weich“ am Fuß, sehr angenehm.

Lauftraining

30126395 1886669764690681 1157227016 oNicht zu knallig, aber trotzdem ein interessantes Design: Testerin Sarah gefällt der Fresh Foam 1080 (Foto: Sarah Baumann)

Der erste Eindruck hat sich beim Laufen bestätigt. Ich habe den 1080 sowohl für längere Läufe (>12 Kilometer) als auch für Intervalltraining mit schnellen Einheiten genutzt. Für beides eignet sich der Schuh bestens. Ich habe ihn als sehr angenehm empfunden.

"Einwandfreie Dämpfung"

Ich habe sehr schmale Füße, weshalb ich im Zehbereich sehr viel Platz hatte – gestört hat mich das aber nicht. Die Dämpfung ist einwandfrei, auch auf Teer lief sich der Schuh klasse.

Es gibt „schnellere“ und noch leichtere Schuhe, für sehr schnelle Einheiten würde ich also eher auf ein anderes Modell zurückgreifen.

Gesamtfazit

Der 1080 ist nicht günstig, aber für einen guten Laufschuh muss man diesen Preis eben zahlen. Meinem Eindruck nach lohnt sich das für diesen Schuh!

Am besten gefiel mir das Design und der angenehm „weiche“ Tragekomfort des Fresh Foam 1080. Nach vier Wochen Testen und regelmäßigem Tragen kann ich noch keine Abnutzung feststellen.

Es war mein erster New-Balance-Laufschuh, aber ich werde die Marke beim nächsten Kauf sehr wahrscheinlich in Erwägung ziehen.

Schulnote

1

 

Jan: "Hochwertig und schön luftig, aber schwer"

Jan Borkowski, 39, Laufpensum: Zwei bis drei Läufe pro Woche (unter der Woche kürzer und schneller, am Wochenende länger). Beginnt jetzt mit Halbjahres-Trainingsplan für den Marathon.

Unboxing

Als ich den 1080er nach großer Vorfreude endlich in Empfang nehmen durfte, war mein erster Gedanke: „Mächtig gewaltig!“ Also der Schuh ist groß und wirkt ziemlich riesig.

2018 03 02 0912-kJan hat das Gewicht des Fresh Foam 1080 genau geprüft (Foto: Jan Borkowski)

'Schuld' daran sind die überdimensionierte Zunge, die bei geschlossenem Schuh noch weit darüber hinausguckt, die dicke Zwischensohle und die geräumige Zehenbox.

Die Zehenbox bietet sehr viel Freiraum, ist sicherlich auch für breitere Füße geeignet und lässt den Schuh auch etwas größer ausfallen als andere Modelle von New Balance.

Die Außensohle ist auch ziemlich dick und verspricht guten Grip.

Diese Eigenschaften führen jedoch auch dazu, dass der 1080 ziemlich schwer ist, mit 350 Gramm pro Schuh (in der Größe 45,5) ist er der schwerste Schuh in meinem Fuhrpark.

Der Schuh sieht sehr wertig aus und ist sehr gut verarbeitet. Das Mesh-Obermaterial wirkt hochwertig und ist schön luftig.

Die Fersenkappe bietet sehr guten Halt, ohne an meiner schmerzenden Achillessehne zu drücken.

Bei der ersten Anprobe fühlte sich der Schuh zu meiner Überraschung (und entgegen der in meinem Gedächtnis hinterlegten Werbung als „Dämpfungsflaggschiff“) relativ hart an.

Lauftraining

Also Liebe auf den ersten Blick war es nicht. Wie bereits erwähnt, fühlte sich der 1080 ziemlich hart und am Fuß etwas schwer an.

Das Abrollverhalten ist etwas steif und träge und einen Rückstoßeffekt wie beim Adidas Boost konnte ich nicht wahrnehmen.

Liebe auf den zweiten Blick

Nach nunmehr 10 Läufen und etwa 115 gelaufenen Kilometern lässt sich jedoch festhalten, dass wir mittlerweile ein gutes Gespann geworden sind. Gerade bei den langen Läufen über 15 Kilometer weiß ich seine unaufgeregte, gleichmäßige Dämpfung über den ganzen Schuh (auch für den Vor- und Mittelfuß) zu schätzen.

2018 03 03 0919-k    Drückt nicht auf die Achillessehne: der Fresh Foam 1080 (Foto: Jan Borkowski)

Der 1080 dämpft gut, ist aber hierbei nicht übermäßig weich und wird dadurch auch bei längeren Strecken nicht schwammig. Eine Rennsemmel ist der Schuh nicht, für schnelle Läufe ist er aber auch nicht hergestellt worden.

"Ideal für schwere Läufer, aber nicht für Tempoläufe"

Gesamtfazit

Das Preis-Leistungsverhältnis ist meiner Meinung nach in Ordnung. Man erhält einen wirklich hochwertigen, sehr gut verarbeiteten Schuh, an dem man lange Freude haben wird. Die Außensohle zeigt nach den 115 km nur minimalen Abrieb und auch sonst sind vom Material her bisher keine Schwächen zu erkennen.

Der Schuh ist meiner Meinung nach ideal für relativ schwere Läufer und gut geeignet für lange langsame Läufe. Tempoläufe sind nicht so sein Metier, dazu ist er zu schwer und zu träge. Nach meinem Geschmack könnte er etwas dynamischer sein.

Schulnote

2-

 

 

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