Polar M400: GPS-Uhr und Activity Tracker im Test

Geschrieben von: Frank Joung
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Polar bringt mit dem M400 eine zweite GPS-Uhr auf den Markt, die auch als Activity Tracker fungiert. Der M400 wird vom finnischen Unternehmen als Trainingspartner angepriesen. Und tatsächlich: Er überzeugt technisch und ist zudem sehr preiswert.

Echte Läufer nehmen ihre GPS-Uhr nie ab. Denn wahre Läufer laufen ständig. Polar hat dem Rechnung getragen und neben der (mehr als doppelt so teuren) V800 eine zweite GPS-Uhr auf den Markt gebracht, die nicht nur Sportuhr, sondern auch Activity Tracker ist. Eine Uhr, die man rund um die Uhr tragen kann und soll. Sogar das Schlafverhalten wird überwacht.

 

Technisches M400

Der Polar M400 misst die tägliche Bewegungsaktivität, zeigt Schrittanzahl, Kalorien, Runden, Höhenmeter an – und wenn angeschlossen, auch ace black topview benefit ger-kdie Herzfrequenz (über Brustgurt). Es gibt einen Fitnesstest, einen Beleuchtungsknopf und verschiedene Sportarten-Modi zum Auswählen.

Natürlich kann man sich seine gelaufenen Routen auf einer Karte am Rechner anschauen und individuell angepasste Trainingsparamater und -level auswählen.

Der M400 ist bis zu 30 Meter wasserdicht, und laut Bedienungsanleitung hält der Akku etwa acht Stunden im Trainingsmodus (Uhr + Herzfrequenzmessung) und sogar 24 Tage im regulären Uhrenbetrieb plus Aktivitätsmessung.

Nettes Feature: Die Uhr fungiert als Ersatztrainer und gibt ein Zeichen, wenn man eine neue Bestzeit aufgestellt hat. Super: Die Uhr hat im Gegensatz zum V800 keine eigenwillige Uhrenklemme, sondern einen Micro-USB-Anschluss.

Der Preis liegt bei 199,95 € (inkl. Brustgurt).

Vergleich Technik: M400 und V800

Aussehen und Handhabung

Der M400 ist angenehm leicht und wirkt elegant, nicht so klobig wie manch andere GPS-Uhr. Das Display ist schön groß, gut lesbar und übersichtlich gestaltet. Auch wenn die Uhr relativ preisgünstig ist, wirkt sie überhaupt nicht billig.

ace black topview to go ger-kDer M400 hat fünf Knöpfe: Licht, ein Zurück-/ Stop-Button, ein Start-Knopf und Hoch und Runter. Sehr einfach und intuitiv bedienbar. Das versteht selbst Achim Achilles. Kleiner, pingeliger Minuspunkt: Die Knöpfe erscheinen uns etwas schwerfällig.

Bevor man loslegt, sollte man die Uhr einstellen, synchonisieren und updaten. Für den Rechner gibt es die Software Flow Sync und die Website Flow, fürs Smartphone die Mobile App Flow (Mac | Android).

Die Auswertung sieht dann so aus:

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Sehr übersichtliche Grafik und selbst für Nicht-Nerds verständlich. Sehr gut fanden wir die Einschätzung des Trainings durch die Software. Da heißt es zu diesem Lauf:

"Dieses Training hat deine anaerobe Toleranz sowie deine maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) und Effizienz verbessert. Es hat außerdem die Geschwindigkeit gesteigert, die du halten kannst, ohne zu übersäuern (Laktat-Steady-State). Die Trainingsdauer war lang genug, um die Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung bei der trainierten Geschwindigkeit zu erhöhen. Kohlenhydrate sind die Hauptenergiequelle, die dein Körper bei dieser Trainingsintensität verwendet."

Auch die Einteilung der Herzfrequenzzonen ist besonders für Einsteiger hilfreich. Interessantes Feature ist das "Nacherleben". Da wird das Training auf einer Karte nachgestellt und markante Fotos von Orten, an denen man vorbeikam, eingeblendet. Das haut zwar nicht immer ganz genau hin und ist mehr nette Spielerei als wichtiges Tool, aber es kann schon mal lustig sein, eine neue Strecke auf diese Art abzufahren – und vielleicht sogar jemandem zu zeigen, wo man langgelaufen ist.

Natürlich wird auch die Bewegungs-Aktivität getrackt, die Schritte gezählt und die Prozentzahl des Aktivitätsziel angezeigt.

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Um zu vermeiden, dass man zu lange sitzt, gibt es einen Inaktivitäts-Warnhinweis. Damit man sich wenigstens kurz durch einen Spaziergang bewegt. Was wir uns noch wünschen würden, ist, dass das Datum und die Uhrzeit über GPS automatisch eingestellt wird. Zwar kann man die Uhr mit einigen wenigen Klicks selber einstellen, aber praktisch wäre es trotzdem.

Fazit M400

Unser Schnelltest hat uns wirklich überzeugt – und überrascht. Denn für rund 200 Euro (mit Herzfrequenzmessung) bekommen Läufer eine wirklich gute GPS-Uhr mit den gängigsten Funktionen und netten Trainings-Features. Der M400 bereitet die Trainingsdaten übersichtlich auf, liefert wirklich viele gute Informationen – um einige mehr zum Beispiel als die vergleichbare TomTomRunner –, ohne den Sportler mit Zahlen und Grafiken zu überfrachten.

Polar hat hier eine gelungene Kombination aus Aktivitäts- und Schlaftracker, Alltags- und GPS-Uhr hergestellt. Und das für einen Preis, bei dem man nicht meckern kann. Besonders für Einsteiger ideal, aber auch ambitionierte Läufer geeignet.

 


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