Kleiner Ausrüstungsratgeber für Laufeinsteiger

Geschrieben von: Achim Achilles
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Wie jede Freizeitbeschäftigung ist auch das Laufen komplett durchindustrialisiert. Wer will, kann viele hundert Euro ausgeben. Manche Sachen sind wirklich schick, die Qualitäten aber sehr unterschiedlich. Hier ein paar allgemeingültige Einkaufstipps.

1. Laufschuhe

Ob das Sparmodell vom Discounter für 15 Euro oder das Angebermodell für 250 Euro – schneller wird man dadurch nicht. Forscher der Dundee University in Schottland haben herausgefunden, dass teure Sportschuhe die Füße nicht besser schützen als billigere Varianten. Das Dämpfungssystem der preiswerteren Modelle ist bisweilen sogar effektiver.

Dennoch: Wer regelmäßig trainiert, sollte sich vernünftige, auf den eigenen Fuß abgestimmte Laufschuhe kaufen. Nicht zu unterschätzen ist dabei das Bauchgefühl. Wer sich in seinen Schuhen wohlfühlt, ist seltener verletzt. Und wer sich cool angezogen glaubt, geht häufiger raus.

Reicht ein Paar? Profis haben Dutzende Paar Laufschuhe im Schrank, um daraus je nach Belastung, Jahreszeit und Untergrund die passenden wählen zu können. Wer ins Lauftraining einsteigt, kommt zunächst mit einem Paar aus.

2. Hemd

Niemand wird den Vorteil der Funktionsfaser bestreiten: Sie ist leicht, transportiert den Schweiß nach außen, wo er verdunstet und bleibt dabei dennoch wasser- und windabweisend. Manche Materialien speichern allerdings auch gern Geruch. Für den Anfang reicht das alte T-Shirt, das für den Malereinsatz aussortiert worden war.

Erst wer länger läuft oder viel schwitzt, sollte über kurz oder lang in Funktionsfaser investieren. Der Preis gibt dabei nicht immer Auskunft über die Qualität. Um individuelle Testreihen wird man nicht herum kommen. Oder einfach Routiniers fragen. Dabei allerdings auf einstündigen Monolog einstellen.

3. Laufhose

Kurz oder lang, eng oder weit, das ist Geschmacks- und Temperatursache. Ob normale Hose oder Kompressionshose zur Stimulation der Faszien hängt ebenso vom Geschmack und vom Geldbeutel ab.

Wichtig ist, dass die Hose im Schritt nicht scheuert und keine tieferen Kerben im Schenkel hinterlässt. Praktisch ist die eingenähte Tasche mit Reißverschluss. Denn Autoschlüssel im Wald suchen ist echt mühsam.

4. Sweatshirt oder Trainingsjacke

Für frischere Tage unabdingbar. Selbst bei Minusgraden ist bei vielen Läufern eher Überhitzung das Problem als Kältetod. Wichtig: Nach dem Lauf sofort etwas Trockenes und Warmes anziehen.

6. Mütze

Eine Mütze ist im Winter unerlässlich, es muss ja nicht der selbstgestrickte Kratzwoll-Pudel von Tante Trudi sein.

7. Accessoires

Schlüsseltasche: Wichtig, klar.

Handytasche: Unwichtig, weil Laufen ohne Handy viel angenehmer ist.

Schminktasche: Wer’s braucht.

Pulsuhr: Hartnäckig hält sich einer der größten Laufmythen: Mit Pulsuhr trainiere man effektiver. Der Maximalpuls ist eine individuelle Größe mit starken Schwankungen, so dass Faustregeln wenig sinnvoll sind.

Es klingt banal, aber am Anfang gilt: Höre auf deinen Körper, er gibt dir in der Regel die richtigen Signale. Wer sich allerdings an Zahlen aufgeilt, dem liefert eine GPS-Uhr permanente Erotik.

MP3-Player: Auf längeren Strecken ist Langeweile die größte Läuferplage. Hörbuch, Sprachkurs oder Musik auf den Ohren können Abhilfe schaffen. Gerade am Anfang jeder Läuferkarriere ist es aber wichtig, sich voll auf den Körper zu konzentrieren. Deswegen: lieber nichts auf die Ohren, kann auch Stress verursachen.

Stirnlampe: So albern sie auch aussieht, eine Stirnlampe kann im Winter abends auf schlecht ausgeleuchteten Wegen überlebenswichtig sein.

 

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