Laufen & Alkohol – die wichtigsten Regeln

Geschrieben von: Frank Joung

Es ist Sommer, es ist Ferienzeit, da trinken selbst die asketischsten Hobbysportler das ein oder andere Bier zu viel. Aber dürfen Läufer überhaupt Alkohol trinken? Und macht ein Gläschen womöglich sogar schneller? 

Dürfen Läufer Alkohol trinken?

Ja, sie dürfen. Bei manchen Lauftreffs müssen sie sogar. Geselligkeit ist ein nicht zu vernachlässigender Faktor im Training.

Ist mäßiger Alkoholgenuss womöglich sogar gesund?

Studien haben gezeigt: Bier und Wein enthalten Stoffe, die eine positive Wirkung auf die Gesundheit haben können. Geringe Mengen (0,25 l Wein, bis 0,5 l Bier) schützen vor Arteriosklerose, wirken entzündungshemmend auf die Blutgefäße und erhöhen den Anteil des guten HDL-Cholesterins. Über 100 Studien aus den vergangenen 30 Jahren belegen zudem: Menschen, die regelmäßig Alkohol in kleinen Mengen und im Rahmen eines ausgewogenen Lebensstils genießen, sind durchschnittlich gesünder oder leben länger als die, die darauf verzichten.

Für das Fachgespräch beim Lauftreff hier ein paar Fakten:

Ein Liter Bier enthält nach Angaben der Brauereien ca. 920 Gramm Wasser, 554 mg Kalium (27 Prozent des täglichen Bedarfs Erwachsener), 96 mg Magnesium (45 Prozent), 37 mg Kalzium, 308 mg Phosphor und 44 mg Natrium. Bier aus Malz enthält Vitamine des B-Komplexes. Selbst Spuren von essenziellen Aminosäuren können nachgewiesen werden. Bier ist besser als sein Ruf. Britische Wissenschaftler fanden heraus: Im Blutplasma regelmäßiger Biertrinker ist 30 Prozent mehr Vitamin B6. Das Vitamin verhindert die Bildung einer chemischen Substanz, die Herzkrankheiten verursacht. Außerdem fanden Wissenschaftler im Bier Xanthohumol, einen Stoff, der die Bildung von Krebs hemmen kann, was allerdings bisher nur im Tierversuch nachgewiesen wurde. Aber viele Läufer sind ja Tiere.

Was spricht gegen Alkohol?

Vor allem die hässlichen Bierbrüste, aber auch die mögliche Überbelastung der Leber, die nicht nur als Entgiftungsorgan, sonder auch als Glykogenspeicher dient.

Tipp: Wochenkontingente festlegen, die der Athlet nach eigenen Wünschen einteilen darf. Wer sich fünf Bier (gleich fünf kleine Gläser Wein) als wöchentliche Gesamtmenge erlaubt, kann entscheiden, ob er die ganze Ladung am Samstagabend pichelt, gelegentlich mal eins oder sich zehn Streckgetränke wie Radler oder Weißweinschorle gönnt. Dann kommt man sogar jeden Abend auf einen guten Drink. Im Notfall: Eisig kaltes alkoholfreies Bier geht ganz gut.


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