Laufen im Winter: Der Dresscode für Minusgrade

Zu kalt, zu rutschig, zu dunkel: Wenn es frostig wird, schwindet die Lust aufs Laufen. Das muss aber nicht sein – mit der richtigen Kleidung macht das Joggen und Laufen bei Minustemperaturen sogar richtig Spaß! Wie man zusätzlich sein Gesicht schützt und was eine Kälteurtikaria ist, erklären wir in diesem Text.

Auf die richtige Kleidung kommt es an

Wichtig ist es, sich nicht zu warm anzuziehen – damit dem Läufer keine Überhitzung droht. Wenn nach dem ersten Kilometer die Körpertemperatur steigt und das Schwitzen beginnt, kann zu warme Kleidung zu einer unnötigen Belastung des Kreislaufs führen.

Hier hilft auch im Winter das Zwiebelschalenprinzip: T-Shirt, Longsleeve-Shirt und eine wasser- und winddichte Funktionsjacke sind ideal. Wichtig ist, dass die Kleidungsstücke schweißdurchlässig und atmungsaktiv sind. Laufhosen für den Winter sollten ebenfalls wärme- und feuchtigkeitsregulierend sein, gegebenenfalls mit Reißverschlüssen an den Bein-Enden.

Generell gilt, dass reflektierende Armbänder oder Westen die Sicherheit erhöhen, wenn im Dunkeln an einer Straße gejoggt wird. Gut geeignet sind auch Reflektoren an den Jackenärmeln oder an der Vor- und Rückseite einer Mütze.

Besonderer Schutz für Kopf und Hände

Wenn alle anderen Köperteile warm eingepackt sind, verliert der Mensch bei niedrigen Temperaturen die meiste Wärme über den Kopf. Eine atmungsaktive Mütze ist daher empfehlenswert, wenn Minusgraden gelaufen wird.

Auch das Gesicht braucht im Winter besonderen Schutz: Gerade Läufer, die unter einer sogenannten Kälteurtikaria leiden, sollten darauf achten. Bei dieser besonderen Form der Nesselsucht bilden sich auf der Gesichtshaut und an den Händen durch die kalte Luft rote Quaddeln, die brennen und jucken.

In Deutschland sind laut der Zeitschrift „Allergie konkret“ bis zu 75.000 Menschen betroffen. Vorbeugend kann eine Skimaske beim Laufen getragen werden – und natürlich Handschuhe. Bei der von niedrigen Temperaturen hervorgerufenen Nesselsucht handelt es sich um eine allergie-ähnliche Immunreaktion des Körpers.

Gegen sie helfen Antihistaminika oder Cortison. Bei chronischer Nesselsucht, die keine konkrete Ursache hat, hat sich der Wirkstoff Omalizumab bewährt.

Spezielle Laufschuhe fürs Joggen im Schnee

Fürs Laufen über Schnee und Eis gibt es Schuhe, die speziell dafür gerüstet sind. Sie besitzen beispielsweise Gummibeschichtungen an der Außensohle, die das Laufen in tiefem Schnee ermöglichen – diese Modelle sind aber nicht zwangsläufig auch wasserdicht.

Was nichts heißen muss: Einige Hersteller verwenden Obermaterialien, die atmungsaktiv beschichtet und gleichzeitig so wasserabweisend sind, dass ein Lauf im Schnee kein Problem darstellt. Einige Laufschuhe besitzen ein Obermaterial, das Wasserdichtigkeit und Kälteschutz in einem bietet.

Andere Modelle wiederum haben kleine Spikes auf der Sohle, die auch auf eisigem Boden guten Halt gewährleisten. Übrigens: Bei Modellen mit hohem Schaft ist Vorsicht geboten. Der Schaft muss weich und flexibel sein, denn er darf die Bewegungsfreiheit beim Laufen um Schnee nicht einschränken.

 

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